Michael Schnedlitz wird Donnerstagabend offiziell neuer Generalsekretär der Freiheitlichen. Parteichef Norbert Hofer werde dem Gremium vorschlagen, den Niederösterreicher zum Nachfolger von Harald Vilimsky und Christian Hafenecker zu wählen, teilte die FPÖ der APA mit. Besprechen will man bei dem Treffen auch die Landtagswahl im Burgenland, sowie strengere Aufnahme-Regeln und Compliance-Regeln.

Schnedlitz ist seit Anfang des Monats als neuer FPÖ-Generalsekretär designiert, da Vilimsky und Hafenecker im Rahmen einer Parteiklausur ihren Rücktritt angekündigt hatten. Der niederösterreichische Nationalratsabgeordnete, Landesparteisekretär und stellvertretende Bürgermeister von Wiener Neustadt war schon kurz danach mit Kritik konfrontiert, da er im Jahr 2016 die rechtsextremen Identitären bei einer Kundgebung explizit gegrüßt hatte.

Für die Freiheitlichen war dies kein Grund, die Personalentscheidung zu revidieren, Schnedlitz betonte, weder Mitglied bei den Identitären zu sein, noch ein Naheverhältnis zu besitzen. "Er soll Schild und Spitze für die FPÖ sein - die Speerspitze im Angriff, wenn es darum geht, Themen zu setzen und falsche Entwicklungen durch die Regierung aufzuzeigen, das Schutzschild, wenn es Angriffe auf die FPÖ gibt", beschrieb Hofer gegenüber der APA die Rolle des neuen Generalsekretärs.

Am Freitag wird Schnedlitz in einer Pressekonferenz mit Hofer offiziell vorgestellt. (apa)