Die FPÖ will mit ihrem neuen Generalsekretär Michael Schnedlitz ihre "Konturen schärfen und kantige Oppositionspolitik" machen. Parteichef Norbert Hofer stellte Schnedlitz am Freitag als "Speer und Schild der FPÖ vor, wenn es darum geht, anzugreifen und die Partei zu verteidigen".

Man habe sich von der Ibiza-Clique getrennt, sagte Schnedlitz, der als Sohn eines ÖVP-Politikers am Bergbauernhof in Murau aufgewachsen ist. Der 35-jährige Abgeordnete und Bürgermeister-Stellvertreter von Wiener Neustadt löst Harald Vilimsky und Christian Hafenecker als Generalsekretäre ab. Hafenecker soll nun "der Aufdecker der FPÖ sein und sich um Untersuchungsausschüsse kümmern", sagte Hofer. Er wolle die Partei so organisieren, "dass alles, was sich in der Partei abspielt, seine Richtigkeit hat".

Die parteiinterne Kritik vom Vorarlberger FPÖ-Chef Christof Bitschi an den Kontakten zur deutschen AfD wies Hofer zurück. Er stellte klar, dass man diese Kontakte weiter pflegen werde. Zu den Identitären wolle man dagegen auf Distanz bleiben. Sein Selfie mit einem Identitären beim Akademikerball begründete Hofer damit, dass er den Mann nicht gekannt habe.

Die FPÖ werde sich "als Rechtspartei ausrichten, aber wir grenzen uns klar gegen Rechtsextrem ab", so Hofer. Die Blauen wollen ein "Gegenpol zu Türkis-Grün sein". Die Regierung mache es der FPÖ leicht, denn es entpuppe sich vieles als Marketingschmäh.(apa/pech)