Dass die ÖVP im Nationalratswahlkampf 2017 zwei unzulässige Geldspenden angenommen hat, bekommt nun einen guten Zweck. Der Rechnungshof hat die fällige 10.000 Euro-Buße fünf wohltätigen Organisationen übermittelt. Jeweils 2000 Euro erhalten Kinderhilfswerk, Rainman's Home Autistenhilfe, Verein Contrast Sehbehinderte, Verein Autonome österreichische Frauenhäuser und das Tiroler Krebsforschungsinstitut.

Die unzulässige Zuwendung stammt aus dem Jahr 2017. Die ÖVP nahm damals zwei Mal 5000 Euro von Bergbahn-Gesellschaften an, die mehrheitlich im öffentlichen Eigentum stehen (83 bzw. 52 Prozent). Das ist verboten. Zusätzlich zur Weiterleitung des Geldes an den Rechnungshof musste die ÖVP in der Causa auch 10.000 Euro Geldbuße bezahlen.

Entscheidung über die Vergabe des Geldes fiel per Los

Das Geld musste daraufhin via Rechnungshof an Organisationen weitergegeben werden, die "mildtätigen oder wissenschaftlichen Zwecken" dienen. Die Entscheidung, wer von den eingereichten Institutionen profitiert, fiel per Los. 950 Vorschläge waren von der Bevölkerung gekommen, erklärte Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker in einem Video. Es war die erste Vergabe dieser Art. (apa)