Am Mittwoch, 26. Februar, und Donnerstag, 27. Februar, rufen die Gewerkschaften Vida und GPA-djp erneut zum Streik auf. Mitarbeiter aus mehr als 300 Betrieben österreichweit seien dieses Mal dabei, noch laufen die Vorbereitungen, während des Telefonats mit Eva Scherz, Verhandlerin für die GPA-djp kamen drei dazu.

Gestreikt wird, weil die Kollektivvertragsverhandlungen für die 125.000 Beschäftigten in der Sozialwirtschaft nach den Warnstreiks am 12. Februar auch in der sechsten Runde kein Ergebnis brachten. "Die Arbeitgeber sind bei der 35-Stunden-Woche immer noch nicht gesprächsbereit", sagt Scherz. "Wir werden also nachlegen." Zusätzlich zu Streiks in den Betrieben ist am Donnerstag von 13.45 bis 16.00 Uhr in Wien eine Streikdemonstration vom Praterstern über Novaragasse und Taborstraße bis zum Ring vor das Sozialministerium geplant. Bis dato sind bereits rund 20 Betriebe angemeldet - darunter der Arbeitersamariterbund, die Lebenshilfe Wien, Pro Mente Wien, Kiddy & Co, der Verein Wiener Jugendzentren, "Bildung im Mittelpunkt GmbH" und andere mehr.

Schulen sind informiert

Bei "Bildung im Mittelpunkt GmbH" sind die 1600 Freizeitpädagoginnen und -pädagogen an Wiener Schulen beschäftigt. Sie alle legen am Donnerstag einen Streiktag ein, die Bildungsdirektion hat die Schulen bereits vergangene Woche informiert, schließlich müssen die Eltern an diesem Tag die Betreuung ihrer Kinder übernehmen. Denn: "Wir treffen und in der VHS Floridsdorf und in der Arbeiterkammer zum Auftakt, sind dann auch bei der Demonstration mit dabei", sagt Helmut Ipser, freigestellter Betriebsrat bei "Bildung im Mittelpunkt", 85 bis 90 Prozent der Freizeitpädagoginnen und -pädagogen haben sich bereits angemeldet.

Auch die Wiener Jugendzentren haben am Streiktag geschlossen, heißt es vonseiten der Gewerkschaft. Auch in Pflegeheimen oder der Behindertenbetreuung gebe es nur eine Art "Notdienst" an den Streiktagen, kein Veranstaltungs- oder Animationsprogramm, Wäschewaschen bleibe etwa liegen. "Alles was Gesundheit und Menschenwürde betrifft, bleibt natürlich auch während des Streiks aufrecht. Das ist unseren Beschäftigten auch wichtig", versichern die Gewerkschaftsvertreter. Unterstützt wird die Forderung nach kürzerer Arbeitszeit auch von der Caritas, wo bereits am Montag gestreikt wurde.