Der frühere Justizminister und Rechnungshof-Präsident Josef Moser verlässt im März den Nationalrat. Diesen nicht ganz unerwarteten Schritt (die "Wiener Zeitung" berichtete bereits am 16. Jänner Anm.) kündigte er Donnerstagabend im Zug der Plenardebatte an. Moser nannte persönliche Gründe für seinen Abschied.

Seine letzte Wortmeldung galt den zu beschließenden Haftungsobergrenzen, wo er den vorliegenden Antrag an sich begrüßte, aber noch weitere Verbesserungen in Sachen Transparenz für die Zukunft wünschte. Ausdrücklich betonte Moser, der seine politische Karriere dereinst im freiheitlichen Parlamentsklub als Klubdirektor begonnen hatte, dass es auch sein Wunsch gewesen sei, nicht mehr der Bundesregierung anzugehören. Er danke Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), dass er dies ohne Murren respektiert habe.

Berufliche Zukunft offen

Wie Josef Moser am Rande des Plenums gegenüber Journalisten berichtete, ist seine berufliche Zukunft offen. Der frühere Justizminister erklärte, er habe sich ursprünglich für eine Position am Europäischen Rechnungshof bewerben wollen. Gesundheitliche Probleme hätten das aber verhindert.Moser will sich nun einmal der Familie widmen. Er sei aber ein politischer Mensch und werde sicher in der ein oder anderen Rolle tätig werden.

Nachfolger Werner Saxinger

Nachfolger von Josef Moser im ÖVP-Klub wird der oberösterreichische Arzt Werner Saxinger. Er kommt zum Zug, nachdem sich die eigentlich nächst gereihte Vorarlbergerin Martina Ess vor einigen Wochen komplett aus der Politik zurückgezogen hatte. (apa)