Neue Wendung nach der Schlappe der FPÖ bei der burgenländischen Landtagswahl am 26. Jänner. Jetzt könnte doch FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer an die Spitze der blauen Landespartei kommen.

Vor dem am Samstag stattfindenden Landesparteitag der FPÖ Burgenland wartete der interimistische Landesparteiobmann Alexander Petschnig am Donnerstag mit einer Überraschung auf: Nachdem er an ihn herangetreten sei, sei FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer bereit, am Samstag in Neudörfl als Kandidat für den Landesparteiobmann zur Verfügung zu stehen, teilte Petschnig mit.

Er habe Hofer gebeten, die FPÖ-Burgenland als Obmann anzuführen. "Mit Hans-Peter Doskozil als Landeshauptmann gibt es im Burgenland einen Gegenspieler als SPÖ-Obmann, der bundespolitisches Gewicht aufweist", erklärte Petschnig in einer Aussendung.

Hofer würde Bundesparteiobmann bleiben

Der aus Pinkafeld stammende Hofer sei "Burgenländer mit Leib und Seele". Kein anderer Politiker habe in diesem Bundesland mehr Stimmen auf sich vereinen können als Hofer bei der Bundespräsidentenwahl, wo ihm über 100.000 Burgenländer das Vertrauen geschenkt hätten, erklärte Petschnig, der derzeit Interimsobmann ist.  "Ich denke, dass er als Zugpferd die FPÖ Burgenland in eine erfolgreiche Zukunft führen wird", meinte Petschnig.

Auf APA-Anfrage bestätigte Petschnig seinen Vorstoß: Er habe mit Hofer und FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz gesprochen. Man müsse überlegen, wie man sich politisch aufstelle für die nächste Landtagswahl. Im Burgenland habe man nun einmal einen SPÖ-Landeshauptmann mit einer absoluten Mehrheit, der auch im Bund eine gewisse Rolle spiele.

Hofer würde im Fall seiner Wahl zum burgenländischen Landesparteiobmann Bundesparteichef bleiben, so Petschnig. Die Konstellation, als Bundesparteiobmann Obmann einer Landespartei zu sein, sei auch bei Jörg Haider jahrelang praktiziert worden, ebenso bei Heinz-Christian Strache.(apa)