Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) hat in seiner politischen Heimatbastion in Niederösterreich seine Nachfolge eingeleitet. In ÖVP-Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB) wird es bis zum Herbst  eine Doppelspitze geben. Neben ÖAAB-Landeschef Sobotka rückt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister vorerst als geschäftsführende Landesobfrau auf. Im Herbst nimmt Sobotka dann nach zehn Jahren als niederösterreichischer ÖAAB-Chef beim Landestag Abschied.

Der ÖAAB-Landesvorstand hat Teschl-Hofmeister für die Übergangszeit zur geschäftsführenden Landesobfrau gewählt. Sie wird mit Sobotka zunächst als Doppelspitze fungieren.

Sobotka kam vom Innenministerium ins Präsidentenamt

Sobotka war zunächst statt der jetzigen niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner als Innenminister nachgerückt. Damit war die Nachfolge von Landeshauptmann Erwin Pröll in Niederösterreich in der ÖVP entschieden.Sobotka war 2017 mit seinen Querschüssen als Minister gegen den damaligen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) maßgeblich am Bild in der Öffentichkeit, dass die rot-schwarze Bundesregierung nur streite, beteiligt. Die "Belohnung" folgte nach der Nationalratswahl im Herbst 2017 durch den neuen ÖVP-Obmann Sebastian Kurz, der ihn für die ÖVP als Nationalratspräsident vorschlug.

Niederösterreichs neue ÖAAB-Chefijn will sich thematisch bis zum Landestag im Herbst um Pflege, Bildung, Familie und modernes Arbeiten besonders kümmern. Mit Christiane Teschl-Hofmeister habe der ÖAAB eine starke Partnerin im Land, betonte Sobotka.