Das Leben wird in den kommenden Wochen ein anderes sein. Oder sollte es werden, damit die Maßnahmen auch Wirkung zeigen. Das neuartige Coronavirus wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Niesen und Husten führen dazu, dass winzige Partikel von Körperflüssigkeiten in die Umwelt geschleudert werden und dort langsam zu Boden sinken. Das kann einige Minuten dauern. Umso wichtiger sind daher Schutzmaßnahmen wie das Niesen und Husten in die Armbeuge sowie generell: Abstand halten.

Das Virus kann jedoch auch indirekt übertragen werden, wenn es auf die Hände gerät, etwa, weil sich ein Träger des Virus kurz in den Mund fährt und dann Hände schüttelt oder eine Türschnalle angreift. Das Virus ist auch außerhalb des Körpers ein paar Stunden überlebensfähig.

Gerry Foitik vom Roten Kreuz sagt zu "Wiener Zeitung": "Durch diese Krise kommen wir dann halbwegs gut, wenn jeder einzelne von uns seinen Beitrag leistet. Die Seife ist unser Freund. Regelmäßiges Händewaschen ist ganz wichtig. Distanz zu den Mitmenschen wahren - mindestens zwei Meter -, größere Menschenansammlungen meiden. Auf Händeschütteln verzichten, es gibt ja auch andere Gruß-Gesten."

- © M. Hirsch
© M. Hirsch

Jüngere, gesunde Menschen sind nur wenig gefährdet, eine schwere Erkrankung zu entwickeln. Teilweise bemerken diese eine Infektion gar nicht. Doch sie können das Virus genauso weitergeben, das ist das Trügerische.

"Vor allem ältere Freunde oder Verwandte sollte man eher nicht besuchen - besser, man spricht am Telefon. Wenn ein Besuch notwendig ist, gilt auch hier: Distanz wahren. Es geht vor allem um den Schutz der Risikogruppen. Und das sind eben ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen", sagt Foitik.

Auch der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker empfiehlt, Besuche in Spitälern und Altenheimen vorerst zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.