"Es gibt keine Ausnahmen für Hochzeiten und Begräbnisse." In der Erzdiözese Wien wurde am Mittwoch im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" klargestellt, dass es in ihrem Einzugsbereich in Wien und Teilen Niederösterreichs wie auch in den anderen katholischen Diözesen in Österreich zu einer lückenlosen Einhaltung der von der Bundesregierung verordneten Beschränkungen wegen der Coronavirus-Erkrankungen kommen wird. Diese sehen für innerhäusige Aktivitäten eine Obergrenze von maximal 100 Besuchern und für Freiluftveranstaltungen von maximal 500 Personen vorerst bis 3. April vor.

Die von der Regierung angeordneten Obergrenzen werden für auch von der Evangelischen Kirche eingehalten. Das wurde in einer Aussendung klargestellt.

Für jene, die in den kommenden Wochen kirchlich heiraten werden, bedeutet diese, dass zu den Hochzeitmessen höchstens 100 Gäste in der Kirche zugelassen sein werden. Dasselbe gilt übrigens auch für die anschließenden Hochzeitsfeiern in Lokal und Gasthäusern. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass beispielsweise die Möglichkeit bestünde, die kirchliche Feier mit Lautsprechern auch außerhalb der Gotteshäuser zu übertragen.

Wie viele Hochzeitspaare allein in der Erzdiözese Wien betroffen, ist nicht bekannt. Diese Zahlen werden erst von den Pfarren gemeldet und im kommenden Jahr gesammelt vorliegen. Allerdings bricht die Hochsaison für Hochzeiten erst im Mai und Juni an.

Für Begräbnisse gilt die Einschränkung ebenso. In der Erzdiözese Wien wurde allerdings darauf hingewiesen, dass die Begräbnisfeierlichkeiten im kleineren Kreis stattfinden könnten. Die Totenmesse für einen größeren Kreis von Trauernden könne dann auch zu späteren Zeitpunkt erfolgen. Auch bei Begräbnisse bestehe die Möglichkeiten, die Messe mittels Lautsprecher außerhalb der Kirchenräume zu übertragen.

Weitere Einschränkungen betreffen die regulären Gottesdienste. Dabei soll nach dem "Vater unser" auf das Händeschütteln beim Friedensgruß verzichtet werden. Der Friedensgruß könne etwa auch mittels Verbeugung zum Ausdruck gebracht werden.