Die Isolierungs-Maßnahmen der Bundesregierung für die Orte Galtür, Ischgl, See und Kappl im Paznauntal sowie St. Anton am Arlberg haben keine häusliche Quarantäne für die einheimische Bevölkerung, Hotelmitarbeiter und österreichische Urlaubsgäste zur Folge. Es sei eine "Quarantäne für das Tal" angeordnet worden sagte der Bürgermeister von Galtür, Anton Mattle, der APA.

Die Betroffenen können sich also in den Orten bewegen, müssten aber klarerweise ihre sozialen Kontakte reduzieren bzw. minimieren, so Mattle, auch ÖVP-Landtagsvizepräsident. Er sprach von einer "sehr schnellen Maßnahme" seitens der Bundesregierung, die viele im Ort überrascht habe. Schließlich gebe es in Galtür keinen einzigen Coronavirus-Fall. "Ich verstehe aber die Gesamtschau der Bundesregierung sowie der Landesregierung. Es gilt, den Virus einzudämmen", meinte der Bürgermeister. Man müsse nun das Beste daraus machen und die angeordneten 14 Tage Abschottung hinter sich bringen.

Soziale Kontakte beschränken

Grundsätzlich sei es so, dass soziale Kontakte in den betroffenen Gemeinden möglichst niedrig zu halten sind, betonte auch Detlef Polay, Sprecher des Einsatzstabes im Innenministerium. Personen, die keine Symptome haben, könnten aber das Haus verlassen, um sich zu versorgen. Infizierte mit leichten Symptomen müssen klarerweise in häuslicher Quarantäne bleiben. Sollte sich bei Patienten ein schwerer Verlauf entwickeln, werden sie in ein Spital gebracht.

Die genaue Zahl der Polizeikräfte, die die Abschottung der betroffenen Tiroler Gemeinden regeln soll, war laut Polay "noch in Ausarbeitung". Die konkreten Maßnahmen auf den Straßen innerhalb der Ortschaften - etwa ob es Patrouillen geben wird -, waren ebenfalls noch offen. Die entsprechende Verordnung muss erst verfasst werden.