Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus jetzt auch das Bundesland Tirol und die spanische Hauptstadt Madrid zu Risikogebieten erklärt. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen, am Freitagabend.


Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn empfahl allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie 2 Wochen zu Hause - unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht", schrieb Spahn am Abend auf Twitter.

In Tirol wurde am Freitag das Paznauntal, das vom Coronavirus besonders stark betroffen ist, auf Wunsch Tirols von der Regierung für zwei Wochen isoliert. Nur ausländische Gäste durften die Heimreise antreten, allerdings wurden ihre Personalien aufgenommen und die Behörden in den Heimatländern informiert. Die Einheimischen, österreichische Urlauber sowie das Personal in Ischgl, Kappl, Galtür und See müssen zwei Wochen in den Orten bleiben. Häusliche Quarantäne gibt es jedoch nicht. (APA/AFP)