47.000 Österreicher sind derzeit als Touristen oder beruflich im Ausland und haben mit dem Außenamt Kontakt aufgenommen. Angesichts dieser Zahlen kündigte Außenminister Alexander Schallenberg am Dienstag "die größte Rückholaktion, die es je in der Republik gegeben hat", angesichts der Coronavirus-Epidemie an. Der Rücktransport ist angelaufen, aber der Außenminister rief auch auf, auch eigene Rückreisemöglichkeiten zu nützen.

Zunächst waren 30.000 Österreicher im Ausland gezählt worden, am Dienstag hat sich deren Zahl auf - vorerst - 47.000 Personen erhöht. Diese Menge übersteigt offensichtlich auch die Kapazitäten der österreichischen Außenamtsmitarbeiter bei weitem. Der Außenminister appellierte nicht nur, sich selbst in die Heimat durchzuschlagen, sondern bat auch: "Bitte üben Sie sich in Geduld.man tue alles, um eine Heimreise zu organisieren. Das wird aber allein durch die Einstellung des Flugbetriebs diverser Fluggesellschaften erschwert. 

Wer in die Heimat zurückkommt, muss danach jedenfalls isoliert werden. Das gilt für jene Heimkehrer ab Mittwoch, die aus einem der Risikogebieten nach Österreich einreisen. Diese Quarantäne als Vorsichtsmaßnahme dauert 14 Tage.

2500 haben sich freiwillig für den Zivildienst gemeldet

Die für den Zivildienstdienst zuständige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger berichtete beim gemeinsamen Presseauftritt mit dem Außenminister und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, dass sich nach dem Aufruf vom Wochenende bereits 2500 Personen zum freiwilligen Zivildienst gemeldet haben, am Montag waren es bereits 1000 gewesen.

Die Zahl der Zivildiener wird, wie vorgesehen, auch durch eine längere Verpflichtung zum Zivildienst für jene jungen Männer erhöht, die derzeit den Wehrersatzdienst leisten. Entsprechende Briefe an die Betroffenen wurden inzwischen ausgeschickt. Betroffen sind dabei jene, die seit Juli des Vorjahres Zivildienst leisten. Zivildiener, die im August oder September ihren Dienst begonnen haben, werden folgen. Außerdem werden Zivildiener, der derzeit noch in Kindergärten oder etwa Museen im Einsatz stehen, eine neue Aufgabe bekommen. Sie werden zu Rettungsorganisationen und Pflegeeinrichtungen versetzt. De neuen Zuweisungsbescheide werden jetzt zugestellt.

Heersministerin Tanner schilderte, dass derzeit allen 800 Soldaten wegen der Corona-Krise im Einsatz sind, um die Auslieferung aus Zentrallagern in die Supermärkte sicherzustellen. Insgesamt sind mit den Grundwehrdienern 1850 Heeresangehörige zur Eindämmung der Coronavirus-Erkrankungen im Einsatz, etwa auch an den Grenzübergängen in Tirol und Kärnten bei Fiebermessungen bei Einreisenden.   (ett)