Die Goiginger-Kaserne in Bleiburg in Kärnten (Bezirk Völkermarkt) ist am Mittwoch wegen Coronavirus-Verdachtsfällen geschlossen worden. Die Entscheidung traf der Kasernenkommandant, nachdem bei vier Tiroler Soldaten, die wegen einer Kaderanwärterausbildung in Kärnten sind, erhöhte Temperatur festgestellt wurde. Aktuell befinden sich in der Kaserne rund 100 Soldaten.

In der Kaserne in Bleiburg in Kärnten war Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (im Bild bei der Amtsübernahme im Jänner) am Mittwoch mit vier Coronavirus-Verdachtsfällen konfrontiert.  - © APAweb / Herbert Pfarrhofer
In der Kaserne in Bleiburg in Kärnten war Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (im Bild bei der Amtsübernahme im Jänner) am Mittwoch mit vier Coronavirus-Verdachtsfällen konfrontiert.  - © APAweb / Herbert Pfarrhofer

Sie dürfen diese bis zur Abklärung der Verdachtsfälle nicht verlassen. Die vier betroffenen Tiroler wurden für die Abnahme des Abstrichs von der Rettung nach Klagenfurt gebracht. Anschließend wurden sie in der Goiginger-Kaserne abgesondert untergebracht. Insgesamt elf Soldaten aus Tirol nehmen an der Ausbildung teil. Sieben von ihnen waren bei der Fiebermessung unauffällig.

Keine Folge für Einsatzbereitschaft des Heeres

"Die sofortige Schließung der Kaserne dient vor allem der Schutzmaßnahme im Falle einer bestätigten Infektion und deren Ausbreitung", teilte das Militärkommando Kärnten mit. Auf die Einsatzbereitschaft des Bundesheers in den aktuellen Betätigungsfeldern im Zusammenhang mit dem Coronavirus habe die Kasernenschließung vorerst keinen Einfluss, sagte Pressesprecher Christoph Hofmeister. (apa)