Oberösterreichs Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) fordert dringend weitere Anreize, um die Betreuung auch durch ausländische Pflegekräfte zu sichern. Sie schlägt im Gespräch mit der "Wiener Zeitung": "Man muss die 24-Stunden-Betreuung finanziell beleben." Konkret soll es daher von der öffentlichen Hand pro Stunde einen Euro mehr Entgelt für Pflegerinnen geben. Das wären dann 24 Euro pro Tag, weil diese Arbeitskräfte rund um die Uhr im Einsatz sind, das würde dann pro Monat 24 Euro mal 30 ausmachen, also 720 Euro Euro im Monat mehr, lautet der konkrete Vorschlag der SPÖ-Politikerin. Für Gerstorfer ist diese geringe zusätzliche Bezahlung unter dem Strich sogar günstiger. Denn, so betont sie: "Wenn die ausfallen, ist die Ersatzleistung deutlich kostenintensiver."

Darüber hinaus drängt Oberösterreichs Soziallandesrätin darauf, dass jene neue Bediensteten im Pflegesektor, die ihre Ausbildung praktisch schon fast abgeschlossen haben, aber bei denen die Diplomprüfung noch fehlt, angesichts der der wachsenden Problem im Pflegebereich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise, einzusetzen. Dabei geht es um rund 100 Personen.

Speziell angesprochen werden sollen außerdem jene, die inzwischen in anderen Berufen tätig sind, derzeit nicht arbeiten können, aber eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf haben. Auch diese Gruppe soll nun besonders aktiviert werden. In der Vergangenheit ist immer wieder beklagt worden, dass Personen, die im Pflegebereich ausgebildet worden sind, letztlich aufgrund der Herausforderungen den Beruf gewechselt haben.