Wegen der Corona-Krise wird in den für den Unterricht gesperrten Schulen auch jetzt in  der Karwoche Betreuung angeboten. Insgesamt knapp 22.000 Lehrer haben sich nach Angaben des Bildungsministeriums dafür freiwillig gemeldet. Tatsächlich im Einsatz werden rund 2300 Pädagogen sein, weil von den knapp 682.000 Schülern, die in Frage kommen, nur eine minimale Zahl nicht von den Eltern selbst daheim betreut wird.

Zwischen 1400 und 1800 Schüler sind unterschiedlich je Tag während der Osterferien auf Betreuung in den Schulen angewiesen. Diese wird je nach Wochentag von 1600 bis 2300 Lehrern gewährleistet, wie die Daten des Ressorts von Bildungsminister Heinz Faßmann zeigen. Bei den Schülern entspricht das in den Volksschulen und in der Sekundarstufe I einem Anteil von 0,2 bis 0,3 Prozent aller Schüler. Auch am Freitag war der Anteil der in Schulgebäuden anwesenden Schülern bundesweit mit 2310 nur geringfügig höher. Der weitaus größte Teil der knapp 682.000 Mädchen und Burschen in dieser Altersklasse nützt hingegen Heimunterricht.

In der Karwoche werden die meisten Schüler in Niederösterreich in der Schule betreut, dort sind es 430. In Wien sind es 362. Im Bundesländervergleich ist das Burgenland das Schlusslicht. Von 21.000 betroffenen Schülern in dieser Altersklasse sind 34 für die Betreuung in der Schule während der Osterferien angemeldet.

Protestbrief an Faßmann wegen Schutzmasken

In den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen gibt es von den SPÖ-Lehrergewerkschaftern einen Protest gegen Überlegungen von Bildungsminister Faßmann, wie es nach Ostern mit dem Schulunterricht weitergehen könnte. In einem Offenen Brief der roten Lehrergewerkschafter für diese Schulen wird gegen Ideen protestiert, die Schüler eventuell mit Schutzmasken in den Klassen zu unterrichten. Man solle in dieser Ausnahmesituation nicht die Gesundheit der Lehrer aufs Spiel setzen, wird in der Protestnote gewarnt. In Überlegung war, möglicherweise Prüfungen mit Mundschutz abzuhalten.

Die SPÖ-Lehrergewerkschaft an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen lehnt darüber hinaus einen etwaigen Ergänzungsunterricht durch längere Schultage oder möglicherweise sogar in den Ferien strikt ab. Das Heranziehen von Lehrern in unterrichtsfreien Zeiten komme "nicht in Frage", wird in dem Brief an Faßmann betont. Auch die Entscheidung über Prüfungen und über die Matura solle noch vor Ostern getroffen werden.