Daheim bleiben, Mundschutz tragen, Abstand halten: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, hat die Bundesregierung seit 16. März einige Regelungen erlassen. Heute hat die Regierung weitere Details genannt. So soll nach Ostern, ab 14. April, der Handel langsam wieder anlaufen.

Hier eine Übersicht über alle derzeitigen Maßnahmen:

  • Die derzeit gültigen Ausgangsbeschränkungen werden bis Ende April verlängert: Abgesehen von Notfällen darf man nur raus zum Einkaufen, zur Arbeit und um sich die Füße zu vertreten - allerdings nur alleine oder gemeinsam mit den Menschen, mit denen man zusammenwohnt.
  • Risikogruppen: Ältere Menschen sollen nach Möglichkeit zuhause bleiben - also auch von zuhause arbeiten bzw. (wenn kein Homeoffice) möglich ist - frei gestellt werden. Letzteres gilt aber nicht für Mitarbeiter kritischer Infrastruktur.
  • Familienfeiern: Die Regierung appelliert an die Bevölkerung, sich nicht zu Osterfeiern zu treffen. Es wird aber keine eigene Rechtsgrundlage geben, die Treffen in privaten Wohnungen verbietet. Der "Oster-Erlass" des Gesundheitsministeriums, der private Feiern mit über fünf Gästen verboten hätte und laut Juristen rechtswidrig war, wird zurückgezogen. Zwar geht die Regierung davon aus, dass die geltenden Ausgangsbeschränkungen auch den Weg zu privaten Familienfeiern untersagen könnten. Kontrolliert werden soll das laut Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) aber nicht.
  • Parks: Bisher waren städtische Parks wie der Prater oder Erholungsgebiete wie die Donauinsel geöffnet. Die Bundesgärten, die bisher geschlossen waren, werden ab 14. April aufgesperrt.
  • Geschäfte: Derzeit sind vor allem Lebensmittelhändler, Drogerien, Apotheken und Trafiken geöffnet. Ab 14. April dürfen auch andere kleine Händler und Handwerker (bis 400 Quadratmeter Verkaufsfläche) wieder Kunden empfangen, auch Bau- und Gartenmärkte dürfen aufsperren.
  • Handel und Dienstleistungen: Ab Mai sollen dann alle Geschäfte und auch Friseure wieder öffnen dürfen. Alle anderen persönlichen Dienstleistungen (etwa Kosmetik-Salons) bleiben geschlossen. Grundsätzlich müssen Kunden und Mitarbeiter aber eine Maske tragen und es ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt. Um das sicherzustellen, soll es Einlasskontrollen geben.
  • Veranstaltungen: Bis Ende Juni werden keine Veranstaltungen stattfinden. Dazu zählen alle Sport- und Kultur-Events unter Einbeziehung von Publikum. Auch Kinos und Theater bleiben zu.
  • Freizeit: Schwimmbäder, Sportplätze und Fitnesscenter bleiben bis auf weiteres geschlossen. Auch hier evaluiert die Regierung Ende April nochmal.
  • Gastronomie: Bars, Wirtshäuser, Restaurants und Hotels werden bis Mitte Mai im wesentlichen geschlossen bleiben. Ende April wird neu evaluiert.
  • Mund-Nasen-Schutz: Gilt ab 6. April in allen Supermärkten; wird aber auf öffentliche Verkehrsmittel ausgeweitet und gilt dort ab Ostermontag. Wer keine Maske hat, soll Mund und Nase durch ein Tuch oder einen Schal verdecken. Am Arbeitsplatz sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam darüber entscheiden.
  • Schulen: Die Matura und Lehrabschlussprüfungen finden unter Vorkehrungen statt, die Schulen bleiben bis Mitte Mai zu. Auch hier wird die weitere Vorgehensweise bis Ende April geklärt. Bis dahin müssen die Kinder die Arbeitsaufträge der Schulen zuhause abarbeiten - unterstützt von den Eltern. Allerdings können die Eltern ihre Kinder auch in Schulen oder Kindergärten betreuen lassen, wenn sie das für nötig halten.
  • Universitäten: Lehrveranstaltungen finden nur digital statt. Für Prüfungen sollen Sicherheitsabstände gelten.

Weitere Details werden die jeweiligen Minister in ihren Ressorts in den kommenden Tagen ankündigen.