Die ursprünglich für Anfang Juli festgelegten Aufnahmetest für das Medizinstudium werden auf den 14. August verlegt. "Es gibt eine klare Präferenz für den 14. August", sagte Bildungsminister Heinz Faßmann am Donnerstag bei einer Presserkonferenz mit Rektorenchefin Sabine Seidler und dem Präsidenten der Fachhochschulen, .... Ribitsch. Ein Hauptgrund für die Verlegung auf Mitte August ist, dass dann leichter entsprechend große Räumlichkeiten für Tausende Maturanten, die das Medizinstudium angehen wollen, zur Verfügung stehen.

Als Alternative für den Aufnahmetest für Tausende Bewerber auf ein Medizinstudium und auch ein Zahnärztestudium stünde eine Termin Ende September vor dem Beginn des neuen Wintersemesters 2020. Faßmann begründete die Präferenz für den 14. August nicht nur mit den besseren räumlichen Möglichkeiten, sondern auch damit, dass bis dahin ausreichend Vorbereitungszeit vorhanden sei. Außerdem bestehe im Falle eines Scheiterns beim Aufnahmetest die Chance, sich nach Studienalternativen umzusehen. Hauptgrund für die Verschiebung des Aufnahmetests sind die Auswirkungen der Corona-Krise, die auch zu einer späteren Zentralmatura führen.

Der Bildungsminister lehnte bei der Pressekonferenz mit den Spitzen der Universitäten und der Fachhochschulen die Forderung der Hochschülerschaft (ÖH) ab, für das laufende Sommersemster wegen der Corona-Auswirkungen auf Studienbeiträge der Studenten. Dies sei "nicht einsichtig", meinte Faßmann, weil von den Universitäten in Form der Fernlehre weiterhin Leistungen erbracht würden.

Zugleich bekräftigte der Ressortchef, dass es sich bei dem laufenden Sommersemester um ein "neutrales Semester" handeln werde. Das bedeutet, dass die Fristen wegen der Erschwernisse durch die Fernlehre um ein "Toleranzsemester" verlängert werden. Somit wird die Frist für den Bezug von Studienbeihilfe, aber ebenso von Familienbeihilfe um ein Semster verlängert.

Mündliche Prüfungen ab Mitte Mai

Die Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz, Sabine Seidler, versicherte, dass überall dort, wo dies notwendig sei, der Universitätsbetrieb auch im heurigen Sommer aufrecht erhalten werden. Sie sah darin auch einen Vorteil: "In diesem Jahr wird der Mythos im Sommer geschlossener Universitäten wohl endgültig zu Grabe getragen werden."

Müdliche Prüfungen an den Univeristäten wird es ab Mitte Mai geben. Vorbereitungen würden auch getroffen, um größere Prüfungen, für die zur Einhaltung des erforderlichen Sicherheitsabstandes mehr Distanz notwendig sei, abhalten zu können. Gegen Ende des Semesters würden auch die Abschlussprüfungen für Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten durchgeführt, wobei diese aber vor kleineren Kommissionen durchgeführt werden.

Den Fachhochschulen sicherte der Bildungsminister zu, dass für das gesamte Studienjahr 2020/21 nicht die Zahl der tatsächlich Studierenden als Basis für die Bundesförderung herangezogen werde, sondern der akkreditierten Studenten. Damit soll eine gewisse finanzielle Garantie erfolgen, nachdem die Fachhochschulen als Folge der Corona-Krise teils mit ausfallenden Förderungen zu kämpfen haben. Fachhochschulpräsident Ribitsch forderte allerdings auch eine Anpassung der Zahlungen gemäß der Teuerungsrate.