Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) - aktueller Vorsitzender der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) - will die Grenzen in der Bodenseeregion so schnell wie möglich wieder geöffnet haben. Er beabsichtige mit den anderen IBK-Regierungschefs am Dienstag in einer Videokonferenz eine entsprechende Positionierung zu erarbeiten, gab Wallner am Montag bekannt.

"Im Vordergrund steht eine klare Positionierung in Sachen Grenzöffnung. Für mich ist klar, dass die Grenzen in der Bodenseeregion so schnell wie möglich wieder öffnen müssen", betonte Wallner. Aufgrund der starken Vernetzung der Bodenseeregion hätten die coronabedingten Grenzschließungen die Länder um den Bodensee härter getroffen. Deshalb seien nun rasche Schritte in Richtung Grenzöffnung erforderlich, stellte Wallner fest. "Die Region muss klar zum Ausdruck bringen, dass für einen wirtschaftlichen Re-Start eine schnelle Lösung notwendig ist", betonte der Landeshauptmann. Es gehe um nichts weniger als die Zukunftsperspektiven der Menschen in der Bodenseeregion.

Gemeinsame Grenzöffnung

Dabei sei es wichtig, mit einer Stimme zu sprechen und sich in den jeweiligen Bundeshauptstädten Gehör zu verschaffen. "Ziel muss es sein, als Bodenseeregion gemeinsam eine Grenzöffnung zu fordern", sagte Wallner.

Darüber hinaus will Wallner mit den Regierungschefs der IBK auch die jeweiligen Strategien zum Hochfahren der Wirtschaft besprechen. "Es macht Sinn, hier koordiniert und mit Umsicht vorzugehen", so der Landeshauptmann.

Die 1972 gegründete IBK ist ein kooperativer Zusammenschluss der Regierungen der an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone. Mitglieder sind in Deutschland Baden-Württemberg und Bayern, in der Schweiz Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell-Außerrhoden, Appenzell-Innerrhoden sowie das Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg. Im Kerngebiet der "Regio Bodensee" wohnen auf rund 14.800 Quadratkilometern etwa 4,1 Millionen Menschen.