Neben testen, testen, testen sind für die Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger drei Dinge zentral für die Zeit nach der ersten Phase der Corona-Krise: Vertrauen, Freiheit und Zuversicht.

Die vergangenen Wochen habe man dank der Disziplin und der Eigenverantwortung meistern können, wie Meinl-Reisinger am Freitag in einer Rede vor Journalisten und interessierten Bürgern im Dachfoyer der Wiener Hofburg sagte. Nun müsse ein zweiter Lockdown verhindert werden. Dafür brauche es möglichst viele Tests, eine bessere Teststrategie und ein rasches Nachverfolgen möglicher Infektionen.

Neos wollen Coronakrise für echte Erneuerung nutzen

Das Vertrauen der Menschen in die Regierenden sei durch überbordende Bürokratie und polizeiliche Spitzelei erschüttert worden. Dieses Vertrauen will sie nun wieder zurückgewinnen.

Reformschub notwendig

Dabei gehe es darum, nicht zu alten Strukturen zurückzukehren, sondern einen Neustart zu schaffen. Es soll einen großen Reformschub geben. Der letzte sei nämlich der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union gewesen. "Wir wollen und werden als Österreich gestärkt aus der Krise kommen", sagte die Neos-Chefin und forderte eine Öffnung der Schulen im Sommer, eine Reform der Grundsicherung, einen Umbau des Kapitalmarkts, eine ökosoziale Steuerreform, die Menschen und Umwelt gleichermaßen entlastet sowie eine handlungsfähige und weltpolitisch bedeutende EU.

"Corona wird ein Wendepunkt in der Geschichte sein. Es liegt an uns allen, ob es ein letztlich guter oder schlechter sein wird", so Meinl-Reisinger.(apa/bs)