Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) will an der geplanten Verpflichtung für heimische Unternehmen, der österreichischen Forstwirtschaft einen Teil ihres Schadholzes abzukaufen, festhalten. Es drohe eine "Borkenkäferinvasion, die es so in Österreich noch nicht gegeben hat", sagte die Ministerin am Mittwoch vor dem Ministerrat.

Kritik, dass damit heimische Unternehmen für eine frühere, verfehlte Anpflanzungspolitik zahlen müssten, wies Köstinger zurück. Das durch den Klimawandel verschärfte Problem sei vor Jahrzehnten, als die Bestände gepflanzt wurden, noch nicht absehbar gewesen. Im Vorjahr habe es allein hierzulande zehn Millionen Festmeter Schadholz gegeben und das Problem sei nicht auf Österreich beschränkt: "Billige Importe nach Österreich bringen die gesamte Branche unter Druck."

Änderungen offen

Außerdem verwies Köstinger darauf, dass die Waldbesitzer per Bescheid verpflichtet seien, das Schadholz aus dem Wald zu bringen. Also treffe auch die Forstwirte eine Verpflichtung. Ob und welche Änderungen es an der geplanten Novelle zum Forstwirtschaftsgesetz noch geben wird, ist laut Köstinger offen. Derzeit prüfe man die kritischen Stellungnahmen. Das Problem mit dem Schädlingsbefall aufgrund des Klimawandels wird der Politikerin zufolge noch länger bleiben. (apa)