Wien. Am 1. Jänner dieses Jahres lebten exakt 8,901.064 Menschen in Österreich, das wie auch schon in den Jahren zuvor leicht gewachsen ist. Das geht aus den endgültigen Bevölkerungszahlen der Statistik Austria hervor, die sich nicht wesentlich von den vorläufigen Daten unterscheiden, die im Februar publiziert wurden. Was sich änderte: Die Zahl der deutschen Staatsbürger fiel nach der Anpassung wieder knapp unter die 200.000er-Marke mit 199.993 in Österreich gemeldeten Personen (ab drei Monate).

Insgesamt verzeichnete die Republik ein Wachstum um 42.289 Personen. Es geht marginal auf eine leicht positive Geburtenbilanz zurück, vor allem aber auf Zuwanderung. Wobei diese großteils aus anderen EU-Staaten stattfindet: mehr als 38.000 Personen. Aus allen anderen Ländern der Welt (Drittstaaten) zusammen betrug das Plus im Vorjahr rund 8700 Personen, mehr als die Hälfte davon kam aus dem Westbalkan, der Türkei und der Ukraine.

Aufschwung im Innviertel

Die Bevölkerungsstatistik bestätigte langfristige Entwicklungen, wobei die Corona-Krise durch den Stichtag Neujahr keinen Niederschlag fand, also ob es durch sie manifeste Abwanderung gab. Das werden erst die kommenden Daten im Februar zeigen.

Auch bei den Regionaldaten zeigte sich ein altbekanntes Bild der Abwanderung. Bezirke, die schon vor zehn Jahren schrumpften, tun es auch heute. Es gibt nur vereinzelte Ausnahmen, zwei davon sind Braunau am Inn und Ried im Innkreis. "Es gibt dort eine wirklich tolle Industrieentwicklung", sagt Hans Hingsamer, Präsident des oberösterreichischen Gemeindebunds. Auch Schärding, sein Bezirk, kann seit Jahren zumindest wieder ganz kleine Zuwächse verzeichnen. Die Nähe zu Bayern spielt auch eine Rolle, so Hingsamer. So sei das österreichische Pensionssystem attraktiver als das deutsche.(sir)