Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gibt die ersten Ergebnisse, des Anfang Juli angekündigten Screening-Programms bekannt. Getestet werden dabei Menschen in möglichen Risikobereichen, die keine Covid-19-Symptome haben. Von den ersten 2744 Tests in Alten- und Pflegeheimen, Schlachthöfen und prekären Wohnverhältnissen  waren insgesamt lediglich 10 positiv, keiner in der Pflege, zwei arbeiteten in Schlachthöfen, acht wohnten prekär.

Nach Beschäftigten sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, der 24-Stunden-Betreuung sollen auch in der Erntehilfe, einzelnen Leihfirmen sowie Speditionen getestet werden. Das Programm wurde gemeinsam mit den Bundesländern erstellt und akkordiert, es geht um bis zu 25.000 bis 30.000 freiwillige Tests pro Woche. Bis Jahresende hat die Regierung dafür 240 Millionen Euro reserviert. Ziel ist es, in den Risikobereichen Frühwarnsysteme aufzubauen. "Wir testen gezielt, um die Ausbreitung des Virus frühzeitig zu erkennen und die Infektionsketten durch schnelles und konsequentes Containment zu unterbrechen", konkretisierte Anschober den Hintergrund des Programms. Die AGES und die Gesundheit Österreich GmbH analysieren darüber hinaus die Daten aus dem Programm.

"Die Screening-Testungen sind eine der wichtigsten Vorbereitungen auf die Herausforderungen des Herbsts", betonte Anschober in der Aussendung des Ministeriums. "Durch diese zweite Schiene können die Tests massiv ausgebaut werden – und damit asymptomatische Erkrankte entdeckt werden." (red)