Im Zuge der Corona-Epidemie ist sie im März eingeführt worden, um die Ansteckungsgefahr für Patienten in Arztordinationen zu vermindern. Die Corona-Gefahr besteht noch immer, aber die Möglichkeit, dass Versicherte nach einem Telefonat vom Hausarzt krank geschrieben werden, wird trotz Protests der Ärztekammer beendet. Der "Wiener Zeitung" wurde seitens der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) am Sonntag bestätigt, dass diese Form der Krankmeldung mit Ende August ausgesetzt wird.

Nach kasseninternen Informationen erfolgt die Rücknahme der Maßnahme für Patienten über dringenden Wunsch der Wirtschaftsvertreter in der Krankenversicherung, die damit möglichem Missbrauch vorbeugen wollen. Damit müssen Angestellte und Arbeiter ab 1. September wieder zum Hausarzt in die Ordination, um die Krankschreibung zu erhalten. Eine Hintertür hat man sich allerdings offen gelassen. Die Wiedereinführung der telefonischen Krankmeldung kann über Obmannverfügung der Gesundheitskasse vorgenommen werden, wurde auf Nachfrage klargestellt.

Weiter elektronisches Rezept

Nicht betroffen von der Einschränkung ist eine andere, ebenfalls seit der Corona-Krise im Frühjahr geltende Maßnahme. Die Möglichkeit, dass Rezepte vom Arzt nach telefonischem Anruf des Patienten elektronisch an Apotheken geschickt werden, bleibt aufrecht. Diese Maßnahme war vor allem für ältere Menschen und chronisch Kranke zum Schutz vor Corona-Infektionen eingeführt worden.