Es ist keine Schutzmaßnahme gegen empörte Demonstranten: Ein drei Meter hoher, sichtdichter Blechzaun umgibt derzeit das Bundeskanzleramt auf dem Ballhausplatz. Selbst die Regierungsmitglieder, die nach wochenlanger Pause am Mittwoch zum Sommerministerrat kommen, werden bei der Ankunft verwundert sein. Mitten im Hochsommer läuft die Sanierung der Fassade des Kanzeramtes auf Hochtouren .Damit wird beim Kanzleramt jedenfalls gearbeitet.

Begonnen haben die Bauarbeiten bereits im Mai dieses Jahres, wie von der zuständigen Burghauptmannschaft Österreich der "Wiener Zeitung" erläutert wird. Der meterhohe Blechzaun zur Abtrennung von der Fahrbahn in der Löwelstraße und beim Haupteingang zum Bundeskanzleramt steht allerdings erst seit einiger Zeit. Die Fassade ist eingerüstet, Bis Ende Oktober soll das 1,7 Millionen teure Sanierungsprojekt beendet werden.

Steinmetzarbeiten ab kommender Woche

Konkret wird die Seite des Kanzleramtes an der Löwelstraße in der Wiener Innenstadt hin zum Volksgarten auf Hochglanz gebracht. Gegenwärtig wird an der Fassade der Feinputz instandgesetzt, berichtet Christian Gepp, Kommunikationschef der Burghauptmannschaft. Ab nächster Woche beginnen dann die Steinmetzarbeiten, durch die Fehlstellen im Baubestand ergänzt werden. Gleichzeitig werden durch die Restauratoren die Ornamentfelder über den Fenstern überarbeitet. Nach der Färbelung wird anschließend der Anstrich an Fenstern und Metallteilen erneuert, bevor die Fassadenarbeiten laut aktuellem Zeitplan voraussichtlich Ende Oktober ihr Ende finden sollen.

Die Sanierung erfolgt an sich routinemaßig. Die Burghauptmannschaft ist unter anderem für den den Erhalt des baukulturrellen Erbes der Republik zuständig. In der Folge sollen weitere Seiten des Kanzleramts bei der Fassadensanierung in Angriff genommen werden.