Für Österreichs Universitäten gibt es zur Bewältigung der Folgen der Corona-Epidemie keine außertourlichen Förderungen. Das macht Wissenschaftsminister Heinz Faßmann in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Neos klar. Der Ressortchef begründet dies damit, dass die mit den Universitäten für die laufende Leistungsperiode von 2019 bis 2021 abgeschlossene Budgetvereinbarung ohnehin eine Steigerung der Mittel um 13 Prozent verglichen mit der vorangegangenen dreijährigen Periode vorsehe.

Für den Wissenschaftsminister schafft die geltende Leistungsvereinbarung mit den Hochschulen "Planungssicherheit". Diese schaffe auch "finanzielle Spielräume", um im Rahmen der Autonomie der Universitäten "situationsbedingt erforderliche Hilfestellungen für das von ihnen angestellte Personal zu leisten", teilte er Neos-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre mit. "Die Implementierung eines zusätzlichen Fördertopfs außerhalb der Universitätsstruktur ist nicht vorgesehen", stellt Faßmann unmissverständlich fest.

An den österreichischen Universitäten ist ab Mitte März wegen der Corona-Beschränkungen wie an den Schulen der Studienbetrieb auf Heimlehre umgestellt worden. Grundsätzlich sei festzustellen, dass die Universitäten und Hochschulen ihre Strategie zur Bewältigung der Corona-Krise in Ausübung ihrer Autonomie selbst entwickeln und umsetzen, erläutert der Ressortchef. Diese Maßnahmen erfolgten unter Beachtung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, der geltenden rechtlichen Bestimmungen sowie der universitätsspezifischen Rahmenbedingungen. Mit einem persönlichen Schreiben vom 2. Mai 2020 habe er den Universitäten dann empfohlen, den Forschungsbetrieb wieder zu normalisieren unter Einhaltung aller Sicherheits- und Verhaltensregeln sowie unter organisatorischen Konzepten, die auch hier dem Prinzip der "Ausdünnung" folgen sollten.

Medizin-Tests auf 14. August verschoben

Während die schrittweise Rückkehr der Schüler in die Klassenzimmer beginnend mit den Maturanten ab 4. Mai und in den Pflichtschulen ab 18. Mai für viel Diskussions- und Zündstoff gesorgt hat, verlief der Prozess an den Universitäten weitgehend unbeachtet von der Politik und der Öffentlichkeit. Aufmerksamkeit erregte allerdings speziell die Verschiebung der Aufnahmetests an den Medizin-Universitäten. Diese sollen statt Anfang Juli nun in der kommenden Woche am 14. August stattfinden. Der Andrang mit rund 17.000 Bewerbern für die knapp 1800 Studienplätze im kommenden Wintersemester ist ungebrochen.