Nach längerem Hin und Her gibt es jetzt bundesländerübergreifend Einigkeit über den Neubau der Donaubrücke bei Mauthausen. Es wird die sogenannte Ostvariante rund 700 Meter flussabwärts der jetzigen Brücke gebaut, gaben am Donnerstag Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (beide ÖVP) bekannt. Darauf haben sich die beiden Bundesländer geeinigt. Die Donauquerung ist vor allem für Pendler aus dem unteren Mühlviertel sowie aus dem westlichen Niederösterreich eine wichtige Verbindung vor allem nach Linz.

Die neue Donaubrücke wird in beide Fahrtrichtungen jeweils eine Fahrspur sowie einen Radweg aufweisen. "Die Pendler in der Region und auch die regionale Wirtschaft brauchen diese neue Donaubrücke mehr als dringend", betonten Mikl-Leitner und Stelzer. Dieser hob auch die Bedeutung der neuen Donaubrücke für den Tourismus und im Zuge des Donauradweges hervor.

Kosten werden auf 137 Millionen Euro geschätzt

Der Zeitplan sieht vor, dass nun die Unterlagen zur Einreichung für die Umweltverträglichkeitsprüfung bis 2021 erstellt werden. Der Baubeginn selbst ist für 2024 vorgesehen, die Fertigstellung für 2027. Die Gesamtkosten einschließlich der Sanierung der bestehenden Donaubrücke bei Mauthausen werden auf 137 Millionen Euro geschätzt, wobei Oberösterreich 55 Prozent der Kosten und Niederösterreich 45 Prozent übernimmt. Der Verkehr - bis 2035 wird mit rund 29.000 Fahrzeugen täglich gerechnet - soll dann auf beide Donaubrücken je zur Hälfte aufgeteilt werden.