Die steigende Zahl an Corona-Infektionen in Österreich haben Niederösterreichs Landes- und Gemeindepolitiker alarmiert. Die Konsequenz ist, dass das Land Niederösterreich in Zusammenarbeit mit den Kommunen in den ersten beiden Septemberwochen die Möglichkeit bieten wird, dass sich Bedienstete in Kindergärten, Pflichtschulen, im Landes- und im Gemeindedienst Corona-Untersuchungen unterziehen können. Das hat Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit dem Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes und des niederösterreichischen ÖVP-Gemeindevertreterverbandes, Alfred Riedl, angekündigt. In Summe können sich damit rund 52.000 Personen testen lassen.

Mikl-Leitner ruft speziell jene Menschen in den öffentlichen Bereichen in Niederösterreich, die im Ausland waren oder in engem Kontakt mit anderen Menschen stehen, dazu auf, dieses Corona-Testangebot zu nützen. Die Untersuchungen sind in zwei Etappen geplant. In der ersten September-Woche vor dem Schulstart in Niederösterreich richtet sich das Angebot speziell an Mitarbeiter in Kindergärten sowie an Lehrer an Pflichtschulen, also in Volks- und Mittelschulen. Das betrifft rund 25.000 Pädagogen und Kindergärtnerinnen, für die das Land Niederösterreich Dienstgeber ist.

Land und Gemeinden teilen die Kosten

In der zweiten Septemberwoche folgt dann das Corona-Testangebot für Landes- und Gemeindebedienstete in Niederösterreich im Bereich der Verwaltung. Das betrifft in Summe rund 27.000 Mitarbeiter. Damit soll die Sicherheit für die Bediensteten und auch jene, die mit Landes- und Gemeindebediensteten in Kontakt treten, erhöht werden, ist die Intention dieser Aktion des Landes und des Gemeindevertreterverbandes. Im Maximalfall wird mit Kosten von rund drei Millionen Euro gerechnet, die in Kooperation von Land und Gemeinden übernommen werden, wie Mikl-Leitner mit Gemeindebundpräsident Riedl erklärte. Die Kosten für die Landesbediensteten trägt zur Gänze das Land Niederösterreich, die Aufwendungen für Gemeindebedienstete teilen sich Land und Gemeinden. Für die Landeshauptfrau ist das gut investiertes Geld. "Es ist in jedem Fall günstiger als ein Lockdown", meint Mikl-Leitner.