Nachdem Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Sozialpartner gebeten hat, Vorschläge für neue, konkrete Regelungen fürs Homeoffice zu machen, soll es nun recht rasch gehen. Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) will im September die Sozialpartner zu ersten Gesprächen treffen, "um gemeinsam den Weg für ein Homeoffice-Gesetz zu ebnen", hieß es aus ihrem Ressort.

"Es ist wichtig, bei diesem Thema an einem Strang zu ziehen und sich gemeinsam Lösungen zu überlegen, wie wir die Erfahrungen aus der Krise bestmöglich nützen können", meinte Aschbacher in einer schriftlichen Stellungnahme. Das Arbeitsministerium habe zu Beginn des Sommers auch eine Arbeitsgruppe mit Experten eingesetzt. Es gehe darum, wie das Arbeitsrecht moderner und flexibler gestaltet werden könne, um den Anforderungen der Digitalisierung zu entsprechen.

Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl hatte gegenüber der APA bereits klargemacht, dass die Heimarbeit für beide Seiten freiwillig sein müsse. Und "sollte jemand an der 11-Stunden-Nachtruhe sägen, dann kommt von uns auf jeden Fall ein Nein." (apa)