Der vom Land initiierte "Oberösterreich-Plan", um aus der Krise zu kommen, nimmt erste konkrete Formen an. Ein Teil des geplanten Investitionspakets wird zwei große Spitalsprojekte in Linz umfassen, wie die "Kronen Zeitung" in ihrer Sonntagsausgabe berichtete. Das Büro von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bestätigte der Austria Presse Agentur Bauvorhaben bei den Barmherzigen Schwestern und der Frauenklinik.

Die Linzer Frauen- und Kinderklinik soll einen neuen Kinderbettentrakt und eine neue Betriebsküche am Areal des Campus III bekommen. Dafür sind derzeit rund 180 Millionen Euro veranschlagt. Das Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz soll generalsaniert werden, in einem neuen Bau soll Platz für 16 Operationssäle geschaffen werden. Die Kosten liegen bei rund 200 Millionen Euro. Baubeginn der beiden Krankenhausprojekte soll 2022 sein, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien, heißt es vom Büro des Landeshauptmanns.

Das Konjunkturpaket beinhaltet Investitionen, die gebündelt verwirklicht und teilweise vorgezogen werden sollen. Neben dem Gesundheitsbereich soll auch in die Infrastruktur im Verkehrs- und Bildungsbereich investiert werden. Zu den Projekten zählen etwa die Umfahrung Weyer, 15 Millionen für den ländlichen Straßenbau mit dem Schwerpunkt Innviertel sowie 26 Millionen Euro für die Schulentwicklung.

Der "Oberösterreich-Plan" sei ein größerer Plan, wie sich das Land als Standort aufstellen muss, um gut oder sogar stärker aus der Krise hervorzugehen, heißt es aus Stelzers Büro. Die Landesspitze arbeite unter Einbeziehung von Experten noch an dem Programm. Das komplette Paket soll voraussichtlich im Oktober präsentiert werden. Laut "Kronen Zeitung" soll das Investitionspaket rund eine Milliarde Euro umfassen. "Ein Richtwert", heißt es aus Stelzers Büro. (apa/kle)