Ein Konflikt um Dienstpläne wird Mittwochfrüh dazu führen, dass in Niederösterreich Postbusse teilweise ausfallen. Die Gewerkschaft hat ab 4 Uhr früh eine Betriebsversammlung in Hollabrunn angekündigt, in Teilen Niederösterreichs werde es deshalb im Frühverkehr zu Ausfällen kommen, wurde in einer Aussendung der Postbus-Gewerkschaftsvertreter gewarnt. Der Vorsitzende des Zentralbetriebsrates bei den Postbussen, Robert Wurm begründete die Kampfmaßnahme damit, der Protest richte sich gegen "gemeingefährlich" langen Arbeitstage bis zu beinahe 16 Stunden.

 Schon im Juni war es bereits fast zum offenen Konflikt gekommen. Nun ist die Lage eskaliert."Die neuen Dienstpläne entbehren jeder Verantwortung für Fahrgäste und Lenker. Das ist ein klarer Verstoß gegen den Kollektivvertrag und damit auch gegen das Gesetz", wetterte Gewerkschafter Wurm. Infrastrukturministerin Eleonore Gewessler (Grüne) wurde aufgerufen, ein "Machtwort" zu sprechen.

Fehlende Lösungsvorschläge beklagt

Die Lage hat sich laut Darstellung der Belegschaftsvertretung jetzt zu Schulbeginnn zugespitzt. Schulkinder dürften neben Pendlern Hauptbetroffene des Ausfalls von Postbussen Mittwochfrüh in Teilen Niederöstererreichs sein. Wurm äußerte grundsätzlich Verständnis für die schwierige Lage bei den Postbussen angesichts der Corona-Krise. Man läuft aber Sturm, dass es nun für Lenker überlange Arbeitszeiten geben soll. Man vermisst konstruktive Lösungsvorschläge des Managements.