Wer sich nicht an die neuen Coronavorschriften für private Zusammenkünfte oder in der Gastronomie hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Darauf hat am Freitag das Innenministerium hingewiesen. Bei Missachtung der Zehn-Personen-Regel in Innenräumen kann die Bezirksverwaltungsbehörde nach Anzeige der Polizei eine Strafe von bis zu 1.450 Euro festlegen. Grundlage ist hier das Epidemiegesetz.

Noch teurer wird es in der Gastronomie, in diesem Fall auf Grundlage des Covid-19-Maßnahmengesetzes. Der Strafrahmen der Bezirksverwaltungsbehörde beträgt hier für Gäste, etwa bei Nichteinhalten der Sperrstunde, bis zu 3.600 Euro. Für Gastronomen, die sich nicht an die Maßnahmen halten, gilt sogar ein Strafrahmen von bis zu 30.000 Euro.


Links
Aktuelle Zahlen in Österreich
wienerzeitung.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Neue Verordnung kommt "zeitnah"

Die Verschärfungen der Corona-Maßnahmen werden nun vom Gesundheitsministerium in eine Verordnung gefasst. Diese - eine Novelle zur Lockerungsverordnung - soll "zeitnah" fertig werden, hieß es am Freitag auf APA-Anfrage. In Kraft treten soll sie am Montag um 0.00 Uhr.

Vorgesehen ist, dass die Teilnehmerzahl bei privaten Treffen in Innenräumen auf zehn beschränkt wird, zuletzt waren es noch 50. Im privaten Bereich gilt dies nur als Empfehlung. Begräbnisse sind ausgenommen. In der Gastronomie wird die Maskenpflicht auf die Gäste ausgeweitet, solange sie nicht an ihren Plätzen sitzen. Die Sperrstunde wird generell auf 1.00 Uhr festgelegt, Barbetrieb ist nicht erlaubt.

Ampel in keinem Bundesland mehr rein grün

Nötig wurden die Maßnahmen wegen der steigenden Infektionszahlen. So sieht man auch auf der Corona-Ampelkarte kein komplett grünes Bundesland mehr. Die Corona-Kommission hat Donnerstagabend neuerlich die epidemiologische Entwicklung der vergangenen Tage bewertet. Damit gibt es nun auch in Salzburg, Kärnten und im Burgenland auf gelb gestellte Bezirke ("mittleres Risiko") auf der Corona-Ampel.

Konkret hat die Kommission im Burgenland die Bezirke Eisenstadt Stadt, Rust Stadt und Eisenstadt Umgebung, in Kärnten den Bezirk Villach Stadt, in Tirol den Bezirk Imst sowie Salzburg Stadt als gelb bewertet. In Niederösterreich wurde der Bezirk Zwettl von gelb auf orange ("hohes Risiko") hinaufgesetzt. Alle anderen Bezirke blieben in der Einschätzung unverändert, teilte die Kommission am Abend mit.

Die finale Ampelschaltung ist auf https://corona-ampel.gv.at und im Teletext auf Seite 659 veröffentlicht. (apa)