Noch in der Legislaturperiode soll in Oberösterreich eine neue Technische Universität (TU) mit Schwerpunkt Digitalisierung entstehen. Auch wenn Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als Standort Linz nannte, hat am Freitag die Stadt Wels in einer Pressekonferenz Anspruch angemeldet. Sie verfüge über "eine optimale Infrastruktur", zudem könnten "Synergien zwischen FH und Uni" gebündelt werden.

Schon jetzt bringe die Fachhochschule OÖ (Wels, Hagenberg, Linz und Steyr) die meisten Fachkräfte im Bereich Technik und IT hervor. Fast die Hälfte der Studierenden werde am Standort Wels ausgebildet, nannten Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) und Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner (ÖVP) Pluspunkte für ihre Stadt. Die neue TU sehe man daher als "optimale Ergänzung zur FH und der HTL". Weiters habe auch der Industriestandort Wels - rund 130 Unternehmen seien laut Rabl national oder international tätig und hätten ihr Headquarter in Wels - einen hohen Bedarf an technischen Fachkräften und Experten, vor allem im Bereich Digitalisierung.

Bildungsminister Heinz Faßmann hingegen will mit Landeshauptmann Thomas Stelzer (beide ÖVP) bei den Vorarbeiten eng mit dem Rektor der Johannes Kepler Uni in Linz, Meinhard Lukas, zusammenarbeiten, hieß es Ende August in einer Aussendung. Der Minister sehe "äußert vielversprechende Ansatzpunkte im Bereich der Digitalisierung - von der Ars Electronica über die FH Hagenberg bis hin zum Linz Institut of Technology an der JKU Linz". (apa)