Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck hat am Mittwoch die Vorverlegung der Sperrstunde in den drei westlichen Bundesländern als Maßnahme gegen das Coronavirus verteidigt. "Wir müssen jetzt Maßnahmen setzen, damit der Wintertourismus nicht gefährdet wird", betonte Schramböck vor dem Ministerrat.

Die Wirtschaft bestehe aus ganz unterschiedlichen Unternehmen, und die frühere Sperrstunde in der Gastronomie sei einfach notwendig, weil man sonst breitere Bereiche der Wirtschaft riskiere, entgegnete Schramböck Kritik aus der Gastronomie. In den westlichen Bundesländern sei die Situation zusätzlich verschärft, weil man stark vom Wintertourismus abhängig sei. Wenn man jetzt schärfere Maßnahmen setze, könne man auch den Touristen aus dem In- und Ausland im Winter Sicherheit geben. "Wir machen jetzt alles, um einen sicheren Wintertourismus zu ermöglichen", pflichtete Arbeitsministerin Christine Aschbacher bei.

Sie appelliere auch an alle, die ausgehen, achtsam zu sein, denn man habe es selbst in der Hand, seinen Arbeitsplatz zu schützen, indem man mit seinem Verhalten verhindere, dass Betriebe geschlossen werden müssten, meinte Schramböck. Dass die verschiedenen Maßnahmen mittlerweile verwirrend seien, wies die Ministerin zurück: Die Kommunikation sei "klar", es gebe österreichweite Regelungen und eben je nach Bundesland auch unterschiedliche. (apa)