Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat am Montag Spekulationen über eine Verlängerung der Herbstferien zur Verringerung der Corona-Infektionszahlen erneut zurückgewiesen. "Die Herbstferien kommen wie geplant", betonte er im Ö1-"Mittagsjournal". Der Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (BEV) ist nicht nur gegen eine Verlängerung, er könnte sich sogar ein schulautonomes Aussetzen der Ferien vorstellen.

Eine Verlängerung der Herbstferien zwischen 24. Oktober und 2. November über diese zehn Tage hinaus "ist derzeit weder geplant, noch beabsichtigt", so Faßmann, der die Schulen so lange wie möglich offenhalten will. Immerhin würden die Zahlen zeigen, dass Schulen nicht die Orte der Infektionsweitergabe seien.

Dennoch: Die Regierung plant eine Verschärfung der Maßnahmen. Allerdings liege der Fokus dabei vor allem auf gezielten regionalen Maßnahmen, hieß es am Montag im Gesundheitsressort. Auf Spekulationen, welche Maßnahmen konkret verschärft werden könnten, wollte man sich nicht einlassen. Im Gespräch war etwa eine frühere Sperrstunde.

Im Bundeskanzleramt wurde bestätigt, dass man die Lage jeden Tag neu beurteile. Verwiesen wurde auch darauf, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz in den vergangenen Wochen immer wieder auf schärfere Maßnahmen gedrängt habe. "Es gibt fertige Maßnahmen in der Schublade", das hat Anschober bereits vorher gesagt.

Am Montag sind österreichweit 979 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. 13.668 Tests wurden dabei innerhalb eines Tages ausgewertet. Vier weitere Menschen starben in Österreich mit dem Virus, womit es bisher 855 Tote gibt, die davor positiv auf das Virus getestet worden waren. Die Zahl der aktiven Fälle stieg auf 11.378.

Der Durchschnitt der täglichen Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen lag am Montag bei 1.057. Die meisten neuen positiven Tests innerhalb der vergangenen 24 Stunden gab es mit 327 in Wien, gefolgt von 170 in Nieder- und 130 in Oberösterreich.

Bisher gab es 56.298 positive Ergebnisse bei 1.822.931 Tests. Am Montag galten 44.065 wieder als genesen. 561 Covid-19-Kranke befanden sich im Spital.