Tirols Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) befindet sich nach einem Corona-Fall "im engen persönlichen Umfeld" als Kontaktperson der Kategorie I in häuslicher Quarantäne. Ein Coronatest bei Tilg fiel am Sonntag negativ aus, er habe auch keine Symptome, teilte das Land am Montagabend mit. Der Landesrat arbeite während der Zeit der Absonderung im Homeoffice. In Tirol waren mit Stand Montagabend 2.685 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

Innerhalb von 24 Stunden kamen 368 positive Testergebnisse hinzu, gleichzeitig galten 128 Menschen wieder als vom Virus genesen. 115 Infizierte befanden sich in Spitalsbehandlung, um acht mehr als tags zuvor. Acht davon lagen auf Intensivstationen.

Der Großraum Innsbruck war weiter der klare Corona-Hotspot des Bundeslandes. Die Landeshauptstadt wies 710 Infektionen auf, der Bezirk Innsbruck-Land 646. Dahinter reihte sich der Bezirk Schwaz mit 460 Fällen ein. Die Corona-Ampel ist für alle diese drei Bezirke auf Rot geschaltet. In Tirol wurden bisher 287.351 Corona-Tests durchgeführt.

 Tilg wurde im März dieses Jahres ganz Österreich ein Begriff, als er das Vorgehen der Behörden in Sachen Ischgl verteidigte. "Die Behörden haben alles richtig gemacht", erklärte er wiederholt im ORF angesprochen auf Vorhalte, die Skisaison sei zu spät beendet oder man habe Touristen aus Ischgl unkontrolliert ausreisen lassen. (apa)