Nach dem Anschlag in Wien am Montagabend haben europaweit Politiker ihr Entsetzen kundgetan. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron twitterte auf Deutsch: "Wir Franzosen teilen den Schock und die Trauer der Österreicher nach einem Attentat in ihrer Hauptstadt Wien. Nach Frankreich ist es nun ein befreundetes Land, das angegriffen wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nicht nachgeben."

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich erschüttert über die Angriffe. "Ich bin in diesen schrecklichen Stunden, in denen Wien Ziel terroristischer Gewalt geworden ist, in Gedanken bei den Menschen dort und den Sicherheitskräften, die der Gefahr entgegentreten", erklärt die Kanzlerin auf Twitter. "Wir Deutschen stehen in Anteilnahmen und Solidarität an der Seite unserer österreichischen Freunde", schreibt die Kanzlerin weiter. "Der islamistische Terror ist unser gemeinsamer Feind. Der Kampf gegen diese Mörder und ihre Anstifter ist unser gemeinsamer Kampf."

Außenminister Heiko Maas erklärt, dass man die Reaktionen der islamischen Länder auf die Anschläge in Wien und zuvor in Nizza aufmerksam beobachten werde. Er habe mit seinen Kollegen in Pakistan und Abu Dhabi telefoniert. Man sei sich einig, dass alle zur Deeskalation beitragen müssten. Europa werde "keinen Millimeter weit" von den eigenen Werten abrücken. "Wir werden nichts davon opfern", sagt er zu Werten wie etwa Meinungsfreiheit. Es gebe für den Terror "Null Toleranz".

EU-Ratspräsident Charles Michel verurteilte die Tat als feigen Akt gegen das Leben und die menschlichen Werte. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und den Menschen in Wien nach dem schrecklichen Anschlag von heute Abend", teilte Michel am Montag mit. Europa stehe an der Seite Österreichs.

Ähnlich äußerten sich auch EU-Parlamentspräsident David Sassoli und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. Sassoli kommentierte: "Mit Trauer und Entsetzen verfolgen wir die Nachrichten von einem erneuten Anschlag in Europa". Borrell sprach von einem "feigen Akt von Gewalt und Hass".

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich "schockiert und traurig". "Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und der österreichischen Bevölkerung", schrieb sie auf Twitter. "Europa steht in voller Solidarität an Österreichs Seite. Wir sind stärker als Hass und Terror."

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte verurteilte ebenfalls den mutmaßlichen Anschlag. "Es gibt keinen Platz für Hass und Gewalt in unserem gemeinsamen europäischen Haus", schrieb Conte auf Twitter. Er drückte dem österreichischen Volk, den Familienangehörigen der Toten und den Verletzten seine Nähe aus.

Auch meldete sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez zu Wort. "Hass wird unsere Gesellschaft nicht verbiegen. Europa wird dem Terrorismus standhalten", schrieb Sanchez auf Twitter. Er sprach von einem "sinnlosen Anschlag" und versicherte "Solidarität mit dem österreichischen Volk".

 US-Präsident Donald Trump spricht auf Twitter seine Anteilnahme aus. "Unsere Gebete sind bei den Wienern nach einem weiteren abscheulichen Terrorakt in Europa. Diese bösen Angriffe gegen unschuldige Menschen müssen aufhören. Die USA stehen mit Österreich, Frankreich und ganz Europa im Kampf gegen Terroristen, einschließlich radikaler islamischer Terroristen."

"Angriff auf unsere Freiheit"

Von einem "entsetzlichen Angriff" schrieb die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Ihre Gedanken seien "bei den Opfern, ihren Familien und dem ganzen österreichischen Volk. Dänemark steht in dieser schweren Stunde Schulter an Schulter mit Österreich".

"Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Wir müssen uns gemeinsam gegen Angriffe auf unsere offene Gesellschaft wehren", schrieb der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven auf Twitter.

Der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel bezeichnete den mutmaßlichen Terrorakt als einen "abscheulichen Angriff auf unsere Freiheit, unsere Werte und unsere Lebensweise". Man sei in "Gedanken heute Abend mit unseren Freunden aus Österreich und den Bürgern von Wien", teilte er auf Twitter mit. "Wir werden Hass nie gewinnen lassen", betonte der Premier.

Der slowenische Regierungschef Janez Jansa bekundete "volle Solidarität" mit Österreich. "Nach Frankreich, Österreich. Wer ist der nächste? Niemand ist immun gegen die Terrorgefahr in Europa. Nulltoleranz gegenüber dem radikalen Islam", twitterte Jansa.

Sein kroatischer Amtskollege Andrej Plenkovic drückte auf Twitter ebenfalls Solidarität mit dem österreichischen Volk aus. "Wir verurteilen den fürchterlichen Terror-Anschlag in Wien und übermitteln unser Beileid den Familien der Opfer sowie unsere Solidarität mit dem gesamten Volk Österreichs. Kroatien ist in diesen schweren Stunden mit Euch", twitterte Plenkovic auf Deutsch.

Der polnische Außenminister meldete sich auch zu Wort: "Aus Wien kommen erschreckende und dramatische Nachrichten. Wir bleiben im Kampf gegen Aggressionen solidarisch. (...) Wir halten die Opfer des Angriffs und ihre Familien in Erinnerung."

Der britische Premierminister Boris Johnson twitterte: "Die Gedanken Großbritanniens sind bei den Menschen in Österreich - wir stehen vereint mit Ihnen gegen den Terror."

Stehen an Seite Österreichs

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sagte am Dienstag, Ungarn stehe Österreich mit aller Kraft zur Seite und sei bereit, alles zu tun, um Europa vor Terroranschlägen zu retten. Auch Spitzenpolitiker wie der slowakische Premierminister Igor Matovic oder der tschechische Präsident Milos Zeman zeigten sich solidarisch.

"Wir sind erschüttert und bestürzt", sagte Orban in einer Videobotschaft auf Facebook. Ungarn unterstütze die Österreicher voll und ganz. "Ein Angriff gegen euch ist ein Angriff gegen uns, euer Schmerz ist unser Schmerz und eure Herausforderungen sind auch unsere", so Orban. An Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gerichtet sagte er: "Lieber Sebastian, du sollst wissen, dass wir zu dir stehen und alles in unserer Macht Stehende tun werden, um potenzielle Terroristen abzuschrecken und die Täter zu fassen." Er bete für die Opfer und wünsche den Familien viel Kraft.

Der slowakische Premierminister Igor Matovic brachte am Dienstag ebenfalls sein Mitgefühl mit Österreich zum Ausdruck. "Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und beim österreichischen Volk", so Matovic. Zugleich warnte er davor, dass kein Teil Europas vor Angriffen auf seine Werte sicher sei. "Wir müssen alle stark und vorsichtig sein", so Matovic. Auch der slowakische Innenminister Roman Mikulec sprach den Hinterbliebenen der Opfer sein aufrichtiges Beileid aus. Die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova zeigte sich ebenfalls "zutiefst betrübt über den beschämenden Terroranschlag" an sechs Orten in Wien am Montagabend.

Der slowakische Außenminister Ivan Korcok übermittelte seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg (ÖVP) am Dienstag ein Beileidstelegramm. "Wir sind schockiert, wann immer und wo immer in der Welt Terroranschläge stattfinden. Umso mehr, wenn es einen Anschlag auf unseren Nachbarn und eine so nahe gelegene Stadt wie Wien gibt", schrieb Korcok. Das slowakische Parlament kam am Dienstag nach einer durch die Quarantäne mehrerer Abgeordneter verursachten Pause wieder zusammen. Zu Beginn der Sitzung wurde eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der jüngsten Terroranschläge in Österreich und Frankreich abgehalten.

Trauer und Empörung

Nach dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis verurteilte auch der tschechische Präsident Milos Zeman den Terroranschlag in Wien. Er schickte einen Kondolenzbrief an Präsident Alexander Van der Bellen, in dem er seine tiefe Trauer und Empörung zum Ausdruck brachte. Zudem zeigte er sich besorgt über den Trend zu zunehmender Gewalt, Hass und Antisemitismus in Europa.

Albaniens Ministerpräsident Edi Rama verurteilte am Dienstag ebenfalls den Terroranschlag. In einer an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gerichteten Botschaft sagte Rama, er sei "erschüttert über den Terroranschlag in Wien, das heute noch mehr das Herz unseres Europas ist". Man stehe fest zu Österreich, fügte Rama hinzu."Unsere gemeinsamen Werte werden immer stärker sein als jeder gewalttätige Extremismus."

"In solchen Momenten ist es wichtig, einig zu sein und gemeinsam gegen Gewalt und Terror vorzugehen", erklärte der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissov auf Facebook. "Das gesamte österreichische Volk und Bundeskanzler Sebastian Kurz haben unsere volle Unterstützung." Präsident Rumen Radev schrieb seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen: "Ich bin überzeugt, dass unsere Gesellschaften auf solche Übergriffe entschlossen reagieren und ihre Stärke im Kampf gegen den Terrorismus festigen werden."

Flut von Solidaritätsadressen auf Twitter

 Serbiens Präsident Aleksandar Vucic auf Twitter "Ich bin tief über den schrecklichen Terrorangriff in Wien erschüttert" (...) "Seid überzeugt, liebe Freunde Alexander van der Bellen und Sebastian Kurz, dass Serbien fest zu eurem Land in diesen herausfordernden Zeiten steht."

Die bosnische Außenministerin Bisera Turkovic auf Twitter. "Wir verfolgen aufmerksam die schockierenden Ereignisse in Wien. Unsere Bürger sind mit allen Österreichern solidarisch, die von diesen schockanten Terrorakten getroffen wurden."

 Der rumänische Präsident Klaus Iohannis (Twitter) : "'Schreckliche Neuigkeiten aus Wien. (...) Ich verurteile diese grausamen Terrorakte nachdrücklich. Beileid an die Familien und die Opfer. Rumänien ist solidarisch mit Österreich!"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (Twitter): "Alle zivilisierten Völker müssen sich zusammenschließen, um die Brutalität des wiederauflebenden islamistischen Terrorismus zu besiegen."

Ungarns Präsident Janos Ader in einem Beileidsschreiben an Bundespräsident Alexander Van der Bellen: "Unsere Herzen sind beim österreichischen Volk und wir vertrauen darauf, dass die Behörden die Schuldigen bald festnehmen werden", sagte Ader. Das tragische Ereignis fordert eine Stärkung des Engagements der europäischen Mitgliedstaaten zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus.

Der indische Premierminister Narendra Modi (Twitter): "Tief schockiert und traurig über die verheerenden Terroranschläge in Wien. Indien steht in dieser tragischen Zeit mit Österreich zusammen."

Der australische Premier Scott Morrison (Twitter): "Tief schockiert von den schrecklichen Terroranschlägen in Österreich."

Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau: "Die heutigen Schüsse in Wien sind schrecklich und herzzerreißend. Wir verurteilen diesen Terrorakt aufs Schärfste. " (apa)