Viele Zeitungen und Nachrichtenportale weltweit berichten über den Terroranschlag von Wien. Hier eine erste Auswahl der Meldungen:

"Süddeutsche Zeitung" (München):

"Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Österreich ins Visier des islamistischen Terrors geraten würde. Österreich, das sich so gerne als "Insel der Seligen" bezeichnet, war gewarnt, konnte sich aber vor dieser Attacke nicht schützen. Es war ein Angriff mitten ins Herz - im Zentrum von Wien."

"Ara" (Barcelona):

"Die österreichische Hauptstadt blieb in den letzten Jahrzehnten von Anschlägen verschont, die große europäische Städte wie Paris, Berlin, London oder Barcelona betroffen haben. Der letzte Anschlag in Wien ereignete sich 1985, als ein palästinensischer Trupp den Flughafen mit Granaten und Maschinengewehren angriff und drei Zivilsterbliche tötete."

"Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Frankfurt):

"Der Terroranschlag ruft jedoch in Erinnerung, dass die Gefahr des 'Islamischen Staats' keineswegs gebannt ist, auch wenn er im Nahen Osten militärisch besiegt schien. Drei Dinge müssen im Kampf gegen den dschihadistischen Terror berücksichtigt werden: die Rückkehr des IS im Nahen Osten, die Ideologie des dschihadistischen Terrors und seine Netzwerke hierzulande."

"The Guardian" (London):

"Der Angriff begann Stunden bevor Österreich neue Coronavirus-Beschränkungen einführen sollte, einschließlich einer Ausgangssperre von Mitternacht bis 6 Uhr morgens, und Bars und Restaurants im Netz der engen Gassen, die den Einheimischen als "Bermuda-Dreieck" bekannt waren, waren voll."

"Vorarlberger Nachrichten" (Bregenz):

"Als wäre dieses verdammte Jahr 2020 nicht schon traurig genug - dieser schwarze Abend des 2. November wird verändern, wie wir wahrnehmen, wie wir fühlen. Lassen wir Solidarität, Zusammenhalt, Nächstenliebe regieren. Genau das wollten die Terroristen nicht. Trösten wir uns, auch wenn wir uns nicht in die Arme nehmen können. Es steht zu viel auf dem Spiel."

"Neue Zürcher Zeitung" (Zürich):

"Die Welle der islamistischen Gewalt schien in Europa überwunden zu sein, doch mit der Serie von Anschlägen in Frankreich und Wien ist der Terror zurück. Auch nach dem Sieg über den IS in Syrien und dem Irak entfaltet dessen Ideologie ihre giftige Wirkung."

"Le Journal de Montreal" (Montreal):

"Über der Szene fliegende Hubschrauber, Polizeilinien, Kontrollen: Soldaten und Polizisten sind im Einsatz, um einen flüchtenden Angreifer zu finden: Die Stadt Wien verwandelte sich schnell in eine verbotene Zone."

"La Stampa" (Turin):

"Ein verletztes Europa erlebt den Albtraum des Zivilisationskriegs, der so stark wie ein Virus explodiert ist. Im ganzen Kontinent sind die Werte der Demokratie und Freiheit unter Beschuss. Ein Terroranschlag im Herzen Europas ist ein Angriff auf die demokratische Gesellschaft und auf ihre Freiheiten, das heißt auf all das, was man mit Kraft nur schwer verteidigen kann. Das Integrationsmodell, das die europäische Gesellschaften getestet haben, ist gescheitert. Der Fehler ist, zu denken, dass man die Probleme im Rahmen der Grenzen und ohne Dialog mit den Herkunftsländern der Migranten lösen kann".

"Die Presse" (Wien):

"Zusammenhalt, Besonnenheit und Stärke: Auch wenn der Schock noch für längere Zeit tief in den Knochen sitzen wird. Die Österreicher und alle, die in diesem Land leben, egal welcher Religion sie angehören und woher sie kommen, werden sich von ein paar Attentätern nicht auseinanderdividieren lassen."

"Le Figaro" (Paris):

"Es war der letzte Abend, an dem Bars und Restaurants noch vor Beginn eines von der österreichischen Regierung am Samstag angekündigten Lockdowns geöffnet waren. Die Temperaturen waren mild und die Gassen des ersten Wiener Bezirks waren voller Leben, als gegen 20 Uhr in einer Straße in der Nähe des Schwedenplatzes Schüsse fielen."

"La Repubblica" (Rom):

"Ein mehrfacher Angriff im Herzen Europas. Die Dynamik des Anschlags erinnert an die dunkelsten Momente der jüngsten Geschichte. Wie in der Bataclan-Nacht in Paris hat das Kommando synchronisiert auf Menschen in Lokalen geschossen, Geiseln in einem Restaurant genommen und Sprengkörper verstreut. Wie beim Charlie Hebdo-Blutbad in Paris sind die Terroristen vor der Polizei nicht zurückgewichen und haben ihren blutrünstigen Plan weiter umgesetzt."