Das Bildungsministerium hat am Donnerstag eine erste Bilanz über die Arbeit der mobilen Teams gezogen, die bei Coronavirus-Verdachtsfällen an Wiener Schulen ausrückten und mittels Gurgeltests Proben entnahmen. Zwischen 21. September und 23. Oktober erfolgten 210 Einsätze, wobei 5.910 Gurgeltests durchgeführt wurden. Davon seien 208 Tests, also 3,52 Prozent, positiv gewesen, hieß es in einer Aussendung.

"Unsere mobilen Gurgelteams haben viel Druck aus dem System genommen. Verdachtsfälle konnten schnell abgeklärt werden. Das nahm bei Betroffenen die Unsicherheit", sagte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), der sich bei Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) für die Kooperation bedankte.

Die mobilen Teams bestanden aus einem (Schul-)Arzt, medizinischer Assistenz und einem Fahrer. Sie waren in der Regel innerhalb einer Stunde am betroffenen Schulstandort, nachdem (Verdachts-)Fälle bekannt geworden waren. Neben dem erkrankten Kind wurden durchschnittlich rund 28 weitere Personen getestet, primär die Klassenkollegen sowie Lehrerinnen und Lehrer. Da es sich um engere Kontakte von (potenziell) Infizierten handelte, ist die Vortestwahrscheinlich deutlich erhöht gewesen, die Prävalenz von 3,52 Prozent kann daher nicht auf die Population oder die Gesamtheit der Wiener Schülerinnen und Schüler umgelegt werden.

Bisher führte das Bildungsministerium im Auftrag der Wiener Gesundheitsbehörden das Projekt durch, mit dieser Woche wurde die Leitung in Wiener Zuständigkeit übergeben. "Die Einsätze werden wie bisher von unserer Gesundheitsbehörde koordiniert, dazu kommen die Fahrradboten von Veloce zum Einsatz", so Hacker. Zwölf speziell geschulte Boten werden dazu in zwei Schichten zur Verfügung stehen. (sir/apa)