Der Terroranschlag am Abend des Allerseelentages in Wien führt zu strengeren Sicherheitsmaßnahmen. Der Attentäter, der beim Anschlag in der Wiener Innenstadt am 2. November vier Passanten getötet hat, hat womöglich gezielt nach Opfern in Kirchen gesucht, ehe er von der Polizei erschossen wurde. Das hat Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Donnerstag unter Verweis auf entsprechende Ermittlungserkenntnisse am Minoritenplatz bekanntgegeben.

Nehammer kündigte eine verstärkte Überwachung von Kirchen und Stätten der Religionsausübung ab. Man befinde sich in einer "besonders heiklen Phase", weil ein Terror-Anschlag Nachahmungstäter auf den Plan rufen könnte, befürchtete der Innenminister. Details dazu nannte Nehammer nicht, weil die Staatsanwaltschaft das "Exklusivrecht" habe, neue Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Bei dem Terroranschlag sind vier Menschen getötet worden, der mutmaßliche islamistische Extremist ist von der Polizei erschossen worden. Die Bundesregierung hat außerdem ein Anti-Terrorpaket angekündigt, um strenger gegen Extremisten vorgehen zu können. Einen ersten Gesetzesentwurf soll es im Dezember geben. (apa/red.)