Vier Jahre nach der Wahl des ehemaligen grünen Parteichefs Alexander Van der Bellen zum Bundespräsidenten beginnen sich die Parteien für die nächste Hofburgwahl 2022 zu positionieren. Bei einem neuerlichen Antreten Van der Bellens dürfte die SPÖ auf einen eigenen Bewerber verzichten. Das macht die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) deutlich. Schon vor Monaten hat Van der Bellens Konkurrent in der Bundespräsidenten-Stichwahl 2016, der jetzige FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer, erklärt, nicht zu kandidieren, wenn Van der Bellen erneut antritt.

Geht es nach der Zweiten Nationalratspräsidentin Bures (SPÖ), könnte die SPÖ Amtsinhaber Van der Bellen unterstützen, sollte dieser 2022 nochmals für das Amt des Staatsoberhauptes antreten. Laut einer Vorabmeldung des Fernsehsenders ATV am Samstag antwortete Bures gegenüber "ATV Aktuell" auf eine entsprechende Frage: "Ich glaube, dass die Sozialdemokratie, falls er noch einmal antritt, Alexander Van der Bellen unterstützen wird."

Bures gilt selbst als mögliche Kandidatin

Bures wurde bisher selbst als mögliche SPÖ-Kandidatin für den Posten des Staatsoberhaupts genannt, hat sich aber bisher nicht festgelegt. Der 76-jährige Van der Bellen wiederum hat sich bisher über einen nochmaligen Antritt bedeckt gehalten. Ein Hauptgrund dafür ist nicht nur, dass die Hofburg-Wahl erst 2022 auf dem Kalender steht, sondern auch die Frage, wie es ihm gesundheitlich nach der laufenden sechsjährigen Amtsperiode geht.

FPÖ-Chef Hofer hat im Falle einer neuerlichen Kandidatur Van der Bellens zwar angekündigt, er werde dann nicht selbst antreten. Eine FPÖ-Gegenkandidatur ist aber nicht ausgeschlossen. (ett)