Die zahlreichen Coronafälle in Österreichs Senioren- und Pflegeheimen haben den Gesundheitsverantwortlichen gerade in den vergangenen Wochen bereits besonders viel Kopfzerbrechen bereitet. Denn gleichzeitig gibt es bei der Generation über 65 Jahren - und da wiederum bei jenen, die 80 Jahre oder älter sind - zuletzt besonders viele Todesfälle. Umso schwieriger ist jetzt die Lage in einem Seniorenpflegeheim in St. Lorenzen im steirischen Mürztal, wo 90 Prozent der 40 Heimbewohner und 75 Prozent des Pflegepersonals positiv getestet worden beziehungsweise Letztere als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind.

Wie bereits in anderen Akutsituationen und auch bei den am Freitag in Wien beginnenden Corona-Massentests bei der Bevölkerung, die in den Bundesländern dann bis am 14. Dezember in Oberösterreich durchgeführt werden, muss einmal mehr das Bundesheer ausrücken. Das Militär übernimmt in Form eines Assistenzeinsatzes ab dem heutigen Montag bis vorerst Mittwoch, 2. Dezember, die Betreuuung der Bewohner in dem Heim im steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, wie das Verteidigungsministerium bekanntgegeben hat.

Militärische Helfer aus dem Sanitätszentrum Graz

Wie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), die selbst positiv auf den Coronavirus getestet worden ist, in einer Aussendung mitgeteilt hat, hat sich das Bundesheer am Sonntag ein Bild der Lage gemacht. Mit dem heutigen Montag sind nun acht diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte aus dem Sanitätszentrum Graz sowie drei weitere medizinische Fachkräfte abkommandiert, um die Betreuung der Bewohner sicherzustelllen.