Der erste Tag der Corona-Massentests in Vorarlberg ist mit einer Rate von 0,37 Prozent an positiven Testergebnissen zu Ende gegangen. Von 52.142 gemachten Tests fielen 192 positiv aus.

Allerdings ist es möglich, dass Tests falsch-positiv oder falsch-negativ sind. Während ein falsch-positiver Test "nur" eine unnötige Quarantäne zur
Folge hat, kann jemand mit falsch-negativem Test weiterhin anstecken.

Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner (beide ÖVP) bilanzierten zufrieden und appellierten an Unentschlossene, an den nächsten beiden Tagen an den Tests teilzunehmen. Innert Minuten könne man einen großen Beitrag zur Gesundheit der Allgemeinheit leisten, sagte Wallner.

Wallner begann den Tag, indem er sich selbst testen ließ. Der Antigen-Test bescheinigte ihm, frei vom Coronavirus zu sein. Ebenso freute den Landeshauptmann, dass das System im Ganzen funktioniere. Weder bildeten sich Warteschlangen, noch gebe es - anders als in anderen Bundesländern - ein Problem mit dem EDV-System. Praktisch in Echtzeit können auf einem Dashboard alle Kennzahlen abgelesen werden, von der Zahl der Anmeldungen über jene der Testungen bis hin zum Wert der positiven Fälle. "Im Schnitt dauert es 24 Minuten, bis die Getesteten ihr Ergebnis erhalten", so Wallner.

Ein Viertel der Bevölkerung bisher angemeldet

Der Landeshauptmann zeigte sich auch erfreut darüber, dass die Zahl der Anmeldungen am Freitag weiter im Steigen begriffen war. Eine abschließende Bewertung zur Teilnahmequote wollte er aber noch nicht vornehmen, dafür sei es zu früh. Am Freitagabend (18.00 Uhr) waren mit 88.604 Personen knapp 25,7 Prozent der Testberechtigten in Vorarlberg angemeldet.

In Vorarlberg stehen 80 Stationen in 43 Gemeinden zur Testung zur Verfügung, rund 1.600 Personen stehen dafür im Einsatz. Gantner betonte, dass Anmeldungen nach wie vor online als auch per Telefon unter 05574/601-600 möglich seien. "Helfen Sie uns, Infektionsketten zu durchbrechen und die Infektionszahlen zu senken", betonte er. Zwar bevorzuge man es, wenn die Kandidaten angemeldet seien, zur Not könne man aber auch Anmeldung bei einer Teststation vorbeikommen. Während für heute, Freitag, über 52.000 Anmeldungen vorlagen, waren es für Samstag 27.214 und für Sonntag 7.627. Lediglich in zehn Kleingemeinden lag die Anmeldequote über 30 Prozent. (apa)