Bei den Massentests für Lehrer und Kindergartenpädagogen dieses Wochenende ist das Bundesheer mit 450 Ärzten, Notfall- und Rettungssanitätern und diplomiertem Gesundheits- und Krankenpflegerpersonal (DGKP) im Einsatz. Das Sanitätspersonal wird grundsätzlich in jenem Bundesland eingesetzt, wo sich die jeweilige Dienststelle des eingeteilten Personals befindet. Die Tätigkeiten reichen von der Probeentnahme bis hin zur Auswertung der Proben.

Insgesamt verfügt das Bundesheer derzeit über 80 Ärzte, 334 Sanitätsunteroffiziere, 133 Notfallsanitäter sowie 192 Rettungssanitäter. Die Sanitätssoldaten sind mit Schwergewicht in den Sanitätszentren Wien, Graz, Innsbruck sowie Linz-Hörsching stationiert. Darüber hinaus gibt es in nahezu allen Garnisonen eine Kaserne mit einer Sanitätseinrichtung (Truppenärztliche Ambulanz). Im Ausland befinden sich derzeit etwa sechs Ärzte und 19 Sanitätsunteroffiziere, DGKP sowie Notfallsanitäter (EUFOR, KFOR, UNIFIL).

Jedes Bataillon hat eigenes Sanitätspersonal

Grundsätzlich verfügt jedes Bataillon über sein eigenes Sanitätspersonal, welches aus Ärzten, Diplomiertem Krankenpflegepersonal und Notfallsanitätern besteht. Darüber hinaus werden auch Grundwehrdiener als Rettungssanitäter ausgebildet. Das Personal ist vorrangig für die allgemeinmedizinische Versorgung und Betreuung erkrankter und verletzter Soldaten zuständig. Zusätzlich stehen auch Notärzte, Fachärzte und besonders ausgebildetes Sanitätspersonal, welches auch in Feldspitälern zum Einsatz kommt, zur Verfügung. Das Sanitätspersonal des Bundesheeres bildet darüber hinaus alle Soldaten in "Erste Hilfe" aus.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hatte in den "Oberösterreichischen Nachrichten" zuletzt Investitionen in den Sanitätsbereich des Bundesheeres in Aussicht gestellt.:"Das war auch schon vor diesem Einsatz so geplant. Dafür ist im Budget auch ein Zusatz-Finanzpaket vorgesehen. Ein Aufwachsen, also Investieren, in diesem Bereich ist unbedingt nötig. Denn eine flächendeckende Übernahme aller Sanitätsaufgaben bei den Massentestungen wäre für uns derzeit nicht möglich." (apa)