Die österreichischen Landeshauptleute haben sich bei einer Videokonferenz mit der Bundesregierung am Montag dafür ausgesprochen, von 8. bis 10. Jänner einen zweiten österreichweiten Corona-Massentest durchzuführen. Wie der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Nachmittag sagte, wurde der Termin nicht fixiert: "Aber es war die klare Präferenz der Landeshauptleute für diesen Termin erkennbar bei der derzeit prognostizierten Weiterentwicklung der Fallzahlen."

Das Kanzleramt wollte den Termin am Montag auf APA-Anfrage nicht bestätigen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Vormittag angekündigt, diese Woche zu klären, wann die zweite Welle der Massentestungen über die Bühne gehen sollen.

Test-Tools für Selbsttestung werden derzeit zertifiziert

Bei der Landeshauptleute-Konferenz sei auch besprochen worden, dass in Zukunft mehr Tests durchgeführt werden sollen, "insbesondere bei besonders gefährdeten Gruppen und Regionen", so Kaiser. Nach dem zweiten geplanten Massentest soll dann dazu übergegangen werden, dass Tests zu Hause selbst durchgeführt werden können. Die Test-Tools werden derzeit zertifiziert, es wird damit gerechnet, dass sie im Februar 2021 zur Verfügung stehen, erklärte Kaiser bei einer online übertragenen Pressekonferenz.

Was weitere Öffnungen oder Verschärfungen angeht, so denkt Kaiser daran, dass die Sieben-Tages-Inzidenz "ein ganz wesentlicher Maßstab" sein könnte. Man könnte künftig auch Massentests heranziehen, wenn es Regionen mit einer besonders hohen Sieben-Tages-Inzidenz gibt.

In Kärnten werden die Massentests für die Gesamtbevölkerung am Wochenende, von 11. bis 13. Dezember, über die Bühne gehen. 143 Teststationen mit 321 Testlinien sind in den insgesamt 132 Gemeinden vorgesehen. "Es werden mindestens 7.500 Menschen im Einsatz sein", erklärte der zuständige Landesrat Daniel Fellner (SPÖ). Insgesamt werden an diesem Wochenende rund 90.000 Arbeitsstunden geleistet, teilweise von Freiwilligen, teilweise von Gemeindemitarbeitern, die Überstunden schreiben. Medizinisches Personal soll mit 45 Euro pro Stunde entlohnt werden. Für die Massentests am Wochenende in Kärnten stehen 32.000 FFP 2- bzw. FFP 3-Masken, 1,7 Mio Paare Handschuhe und 300.000 Testkits zur Verfügung. (apa)