Die ÖVP hat die von FPÖ-Chef Norbert Hofer in den Raum gestellte Möglichkeit einer baldigen Neuwahle auf Bundesebene strikt zurückgewiesen. Dies sei "völlig aus der Luft gegriffen" und "abstrus", sagte ÖVP-Generalsekretär Axel Melchior in einer Aussendung am Dienstag.

"Während Österreich die größte Gesundheits- und Weltwirtschaftskrise seit Jahrzehnten erlebt und die Bundesregierung alle Schritte unternimmt, um unser Land bestmöglich aus dieser herausfordernden Zeit zu führen, setzt die FPÖ ihren Corona verharmlosenden Kurs fort und verbreitet Verschwörungstheorien am laufenden Band. Die Behauptung von FPÖ-Chef Hofer, wonach sich die Volkspartei bereits auf einen Nationalratswahlkampf im kommenden Jahr vorbereiten würde, ist völlig aus der Luft gegriffen und zeugt davon, dass sich die FPÖ ausgerechnet in dieser herausfordernden Krise mental im Wahlkampf befindet", so Melchior. "Die blauen Verschwörungstheorien werden immer abstruser."

Als Regierungspartei arbeite die ÖVP jeden Tag "für das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger". Die FPÖ hingegen - "allen voran Herbert Kickl" - schlage seit Monaten jeden überparteilichen Schulterschluss aus und versuche ständig, "Stimmung gegen die wirksamen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu machen". "Anstatt Verschwörungstheorien zu verbreiten, die jeder Grundlage entbehren, sowie mit einem baldigen Wahlkampf zu liebäugeln, sollte sich die FPÖ lieber darauf besinnen, sich von rechtsextremen Gruppierungen glaubhaft zu distanzieren, anstatt sich diesen bei jeder Gelegenheit anzubiedern", wie dies "Kickl und seine Verbündeten" gerne machen würden, sagte Melchior. Das Verhalten der FPÖ sei "höchst verantwortungslos", so der ÖVP-Generalsekretär. (apa)