Die Corona-Massentests halten derzeit sieben Bundesländer auf Trab. Im Burgenland begannen diese am Donnerstag und dauern bis 15. Dezember, in Wien laufen sie noch bis 13. Dezember. In fünf weiteren Bundesländern sind die Vorbereitungen in Gang: Oberösterreich, Salzburg und Kärnten testen ab Freitag, Niederösterreich und die Steiermark am Samstag und Sonntag. Neben dem Bundesheer mit mehr als 5000 Mann sind auf dem Land vor allem Feuerwehrleute bei der Abwicklung im Einsatz.

Am Donnerstag, dem vierten Tag nach der Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen in Österreich, ist die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden von 2.932 auf 2.686 weiter gesunken. Mit 2984  Neuinfektionen lag der Wochenschnitt erstmals seit langem unter der 3000er-Marke.

107 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

Allerdings mussten binnen 24 Stunden immerhin 107 Corona-Todesfälle registriert werden. Hospitalisiert waren mit stand 9.30 Uhr 3.780 Personen (minus 1,9 Prozent), davon 585 in Intensivpflege, was einem Rückgang von 4,1 Prozent entspricht.

Die Feuerwehren im Bundesland wollen maßgeblich zum logistischen und organisatorischen Gelingen der Corona-Massentests am Samstag und Sonntag in Niederösterreich beitragen. 6.000 Mitglieder werden nach Angaben des Landeskommandos im Einsatz stehen und damit für das personell größte Unterfangen seit dem Hochwasser an der Donau im Jahr 2013 sorgen. Landeskommandant Dietmar Fahrafellner sprach in diesem Zusammenhang von einer Großmacht.

Vorarbeiten in Niederösterreich

Bereits im Vorfeld der Flächenuntersuchungen kam den Feuerwehren eine Schlüsselrolle zu. Am Stützpunkt des NÖ Landesverbandes wurden tagelang hunderte Lkw-Paletten mit medizinischer Schutzausrüstung für 1,2 Millionen Tests entladen, zu unzähligen Einzelpaketen verarbeitet und in die 573 Gemeinden transportiert.

Alleine in Klosterneuburg (Bezirk Tulln), der mit 30.000 Einwohnern drittgrößten Stadt Niederösterreichs, werden am Wochenende 250 Feuerwehrmitglieder gefordert sein - etwa die Hälfte des gesamten Mannschaftsstandes. Zur Testung stehen 17 Straßen an vier Standorten zur Verfügung.

Deutlich definiert sind die Aufgaben an den Teststraßen. Dazu zählen neben dem Ordnerdienst und dem Nachschub benötigter Materialien auch die technische Unterstützung sowie Auswertung und Dokumentation der Resultate. Jedes Feuerwehrmitglied wird zuvor selbst getestet, zudem muss Schutzausrüstung getragen werden.

"Die NÖ Feuerwehren sind eine Großmacht, wenn es darum geht, innerhalb kürzester Zeit hohe personelle und technische Schlagkraft zu beweisen", befand Fahrafellner. Nachsatz: "Das kann sonst niemand in Österreich."

Im Burgenland sind am Donnerstag vom Start der flächendeckenden Massentestungen auf das Coronavirus um 7.30 Uhr bis 11.00 Uhr insgesamt 8.801 Personen getestet worden. Lediglich acht Antigen-Schnelltests waren positiv, berichtete der Koordinationsstab Coronavirus. Das sind 0,09 Prozent der durchgeführten Tests. Seit dem Anmeldestart am vergangenen Montag hatten sich 47.768 Burgenländer für die freiwilligen Massentests angemeldet.

Eingeschränkter Parteienverkehr in der Steiermark

In den steirischen Bezirkshauptmannschaften wird in den Tagen nach den Massentests, die am 12. und 13. Dezember stattfinden, kein Parteienverkehr stattfinden, informierte die Kommunikation Land Steiermark am Donnerstag. Konkret werden es Montag bis inklusive Donnerstag, 17. Dezember, sein. Ausgenommen sind "wichtige und dringende Behördenwege, die im Einzelfall telefonisch zu vereinbaren sind". Bereits vereinbarte Termine bleiben aufrecht. Der reguläre Parteienverkehr startet wieder mit Freitag, 18. Dezember. (apa/red.)