In fünf Bundesländern sind nun die Corona-Massentests im Gang. In Wien werden sie ebenso wie im Burgenland fortgesetzt. In Oberösterreich, Salzburg und Kärnten haben diese Freitagfrüh begonnen. Am Samstag und Sonntag wird dann auch in Niederösterreich und der Steiermark getestet.

Der Beginn der Massentests in Kärnten ist auf der größten Teststation des Landes, am Messegelände Klagenfurt, ruhig über die Bühne gegangen. 39 Teststraßen stehen hier bis Sonntagabend offen, Wartezeiten gab es vorerst nicht. Gut genutzt wurde zu Beginn der Massentests, um 8.00 Uhr, die Möglichkeit, sich an Ort und Stelle anzumelden. Größerer Andrang herrschte laut APA-Informationen bei einer Teststation in Villach, hier bildete sich im Freien eine Warteschlange.

Gleich mehrere Messehallen in Klagenfurt sind das Wochenende über für die Massentests reserviert. In einer standen sechs Schalter bereit für Personen, die keine Möglichkeit hatten, sich zu Hause online zu registrieren. An allen Schaltern standen zu Beginn vorwiegend, aber nicht nur ältere Klagenfurter an. Gegen 9.00 Uhr begaben sich dann mehrere Menschen zum Testgelände.

Mit den Laufzetteln in der Hand ging es dann in eine zweite Halle, wo die einzelnen Teststraßen aneinandergereiht waren. Warteschlangen suchte man hier vergeblich, für die meisten Testpersonen dauerte der Aufenthalt am Gelände nur wenige Minuten. Unter ihnen waren der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) und einige Stadtsenatsmitglieder. Für Kaiser stellen die Tests eine Möglichkeit dar, Infektionsketten zu unterbrechen, sagte er nach seinem Test und rief abermals zur Teilnahme auf. Befürchtungen, der Test könnte wehtun, widersprach Kaiser: "Es kitzelt ein bisschen."

Oberösterreich testest bis Montag

In Kärnten starteten am Freitag die Tests in 124 der insgesamt 132 Gemeinden, in acht mussten die Massentests wegen der massiven Neuschneemengen verschoben werden. Bis Donnerstag war die Zahl der Anmeldungen noch unter den Erwartungen geblieben, bis 14.00 Uhr hatten sich 38.000 Menschen angemeldet, was etwa 6,8 Prozent der Bevölkerung entspricht.

In Oberösterreich sind die Massentests bis 14. Dezember angesetzt. Oberösterreich ist besonders im Blickpunkt, weil es in den vergangenen Wochen im Bundesländervergleich mehrfach die Spitzenposition bei den Corona-Neuinfektionen eingenommen hat. Vor allem grenznahe Bezirke zu Bayern waren besonders betroffen - darunter Schärding und Rohrbach. Die Landeshauptstadt Linz ist nach IT-Problemen mit dem Online-Anmeldeportal des Bundes auf ein eigenes System umgestiegen.

Reger Andrang in der Stadt Salzburg

Der erst Tag für die Corona-Massentests in der Stadt Salzburg hat am Freitag mit einem für die Einsatzkräfte erfreulich starken Andrang begonnen. Gegen 9.30 Uhr - eineinhalb Stunden nach Öffnung der Teststraßen - waren laut Auskunft eines Sprechers der Stadt bereits 2.102 Personen getestet worden. 13 Antigentests fielen dabei positiv aus, das entspricht einer Quote von rund 0,6 Prozent. Die Ergebnisse müssen aber noch von einem PCR-Test bestätigt werden.

Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) zeigte sich in einer ersten Reaktion erfreut über das Interesse in der Bevölkerung. "Aber wir wissen, dass wir das nicht auf beide Tage hochrechnen können", sagte er. "Sehr viele Menschen kommen in der Früh, im Laufe des Tages wird sich das gut verteilen." Die Wartezeiten seien nicht allzu groß. "Es geht zügig und rasch."

Während es in den beiden Testzentren am Flughafen und im Messezentrum aufgrund der deutlich höheren Kapazitäten so gut wie keine Verzögerungen gab, bildeten sich vor dem dritten Testzentrum, dem Kongresshaus in der Innenstadt, zwei Warteschlangen. Gegen 10.15 Uhr warteten etwa rund 150 Menschen auf den Einlass. Auf der Homepage der Stadt wurde darum empfohlen, nach Möglichkeit zu einer der anderen beiden Teststationen zu fahren.

"Wir sehen, dass das Angebot sehr gut angenommen wird", zeigte sich auch Einsatzleiter Michael Haybäck über Besuch und Organisation zufrieden. "Es zeigt, dass nicht nur Ge- und Verbote, sondern auch Überzeugungsarbeit etwas bringen." Die Leute hätten sich im Vorfeld gut informiert. "Nahezu jeder hat einen Ausweis dabei." Die Mehrzahl der Menschen brachte auch das vorgesehene Datenblatt samt Einwilligungserklärung ausgefüllt zu den Tests mit. (apa)