In den kommenden drei Jahren werden 200 Millionen Euro dafür locker gemacht, dass die Schulen und Schüler mit Laptops und Tablets ausgestattet werden. Es handelt sich um die größte Investition für die digitale Infrastruktur der Schulen. Mit dem Ende der Anmeldefrist am heutigen Freitag zog das Bildungsministerium mit Ressortchef Heinz Faßmann nun eine erste Zwischenbilanz.

Rund 80 Prozent der in Frage kommenden Schulen haben ihre Anmeldung für Laptops und Tablets für die Schüler abgegeben, 15 Prozent überlegen noch, vier Prozent wollen vorerst nicht teilnehmen, hieß es aus dem Bildungsministerium.

Die gesetzliche Basis für die Finanzierung des Digitalprojekts ist in der Vorwoche im Nationalrat beschlossen worden.
Ab dem Schuljahr 2021/22 werden Schüler der fünften und sechsten Schulstufen Laptops oder Tablets erhalten. Das Bildungsministerium rechnet damit, dass rund 160.000 IT-Endgeräte übergeben werden. Teilweise werden auf Wunsch der Schulen nachhaltige, "runderneuerte" Geräte zum Einsatz kommen.

Anmeldefrist verlängert

25 Prozent Kostenbeitrag pro Gerät müssen die Eltern übernehmen. Jeweils drei Geräte werden außerdem pro Klasse übergeben. Für diese trägt ebenfalls das Bildungsministerium die Kosten, auch wenn es sich um Pädagogen an Pflichtschulen wie an Mittelschulen handelt, für die an sich die Bundesländer zuständig sind.

Weil die Schulleitungen seit Schulbeginn die Corona-Krise bewältigen und rund 15 Prozent der Schulen noch die Anschaffung von Laptops und Tablets überlegen, verlängert das Ministerium nun die Anmeldefrist bis Ende Jänner 2021. Vier Prozent der in Frage kommenden Schulen wollen an der Digital-Aktion nicht teilnehmen. Teilweise stehen diesen bereits IT-Endgeräte zur Verfügung.

Die IT-Großanschaffung wird in den kommenden drei Jahren fortgesetzt. Die Anschaffung erfolgt durch die Bundesbeschaffungsagentur.