Die türkis-grüne Bundesregierung hat für 17./18. Jänner bereits eine österreichweite zweite Runde für Corona-Massenstests angekündigt. Noch vor dieser logistischen Herausforderung kämpft man derzeit mit dem stärkeren Andrang testwilliger Menschen. Daher enhaben die Gesundheitsbehörden in zumindest zwei Bundesländern alle Hände voll zu tun, um bei der Verlängerung der Tests an einigen Teststationen ein Chaos abzuwenden. In Oberösterreich sind die Testeinrichtungen überlaufen, daher wurde am Sonntag angekündigt, drei weitere Teststellen einzurichten. In Wien kam es für jene, die mit dem Auto zur Teststation Austria Center kamen, zu Staus und längeren Wartezeiten.

Die Schwierigkeiten bei den breitflächigen Corona-Tests für die Bevölkerung reißen damit nicht ab. Vor dem Start am 4. Dezember kam es zu Ausfällen bei der Online-Anmeldung, was von Experten als Mitgrund angeführt wurde, warum die breite Mehrheit der Bevölkerung nicht an der ersten Runde der Massentests, die in den Bundesländern zu unterschiedlichen Terminen zwischen 4. und 15. Dezember stattgefunden haben, teilgenommen hat.

Mehrere Bundesländern haben daraufhin eine Verlängerung, aber an weniger Teststandorten angekündigt, damit sich Menschen vor Besuchen zu Weihnachten kurzfristig einem Corona-Schnelltest unterziehen können. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ)  reagierten wegen des Ansturms am Sonntag nochmals. Die Testkapazitäten werden von Montag bis 26. Dezember ausgeweitet. Hintergrund dafür ist neben dem festgestellten Andrang auch, dass in Oberösterreich 2021 Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen stattfinden. Die Politiker wollen damit, absehbarer Kritik bei langen Wartezeiten zuvorkommen.

In Linz rüstet die Stadt ab Montag nun das Design  Center als zusätzlichen Teststandort mit sechs neuen Teststraßen aus, auch in Wels und Steyr soll es in den kommenden Tagen mehr Antigen-Schnelltestmöglichkeiten geben. Neben Linz gab es bisher Teststandorte in Vöcklabruck, Bad Leonfelden im Mühlviertel, Ried im Innkreis sowie Schlierbach im Traunviertel.

Gruppenanmeldungen brachte Unwägbarkeiten

In Wien ist unter anderen die Teststation im Austria Center weiter offen. Bis Weihnachten liegen rund 80.000 Anmeldungen vor. Beim Austria Center kam es wegen der Anreise Testwillliger in Autos am Sonntag zu Staus. Es folgten Aufrufe zum Ausweichen auf die Möglichkeit, zu Fuß zu den Testeinrichtungen zu kommen. Als ein Hauptgrund für längere Wartezeiten wurde in Wien die Möglichkeit von Gruppenanmeldungen genannt, dabei muss sich nur ein Familienmitglied anmelden, es können aber deutlich mehr Familienmitglieder zum Schnelltest kommen.

Auch Tirol hat für die Zeit vor Weihnachten eine Fortsetzung von Corona-Schnelltests für die Bevölkerung angekündigt. In Kärnten war das für die Städte Klagenfurt und Villach vorgesehen. (ett/red.)