Das vor dem Rathaus in St. Pölten im Vorfeld der Gemeinderatswahl am 24. Jänner und in Zeiten der Corona-Pandemie eingerichtete Wahlkartenbüro wird sehr gut angenommen. Beim APA-Lokalaugenschein am Donnerstagvormittag hat jedenfalls reger Andrang geherrscht. "Ich geh' sicher wählen" verheißt ein Transparent am Turm des Amtsgebäudes.

Das Wahlkartenbüro ist in zwei Containern mit je zwei Schaltern eingerichtet. Zudem gibt es vier Wahlkabinen. Die Frequenz am Donnerstagvormittag war durchaus hoch. Sollten längere Wartezeiten entstehen, könnten im ersten Stock des Rathauses vier weitere Terminals hochgefahren werden, sagte Martin Koutny vom Bürgerservice zur APA. Zudem verwies er darauf, dass "sehr viele Wahlkartenanträge" auch schriftlich gestellt würden.

Allein am Montag und Dienstag sind laut Koutny "4.000 Wahlkarten postalisch abgefertigt" worden. Beim Urnengang 2016 waren dem Bürgerservice-Leiter zufolge insgesamt 5.700 angefordert worden.

"Nutzen Sie Ihr Wahlrecht"

Voll angelaufen ist mittlerweile auch die Plakatwerbung der Parteien. "Schauen wir gemeinsam auf St. Pölten", lautet eine Botschaft von Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). "Nutzen Sie Ihr Wahlrecht", ruft der Stadtchef zudem auf. Beim Slogan "Matthias Stadler 3100%" ist die Postleitzahl der niederösterreichischen Landeshauptstadt verankert.

"Viele statt Einer" propagiert die ÖVP. Mit Stadtvize Matthias Adl voran will die Partei "rote Betonierer stoppen" und ist demnach für "St. Pölten statt St. Beton". Auf "Sicherheit für unsere Leut'" und damit auf ein bekanntes Thema setzen Stadtrat Klaus Otzelberger (FPÖ) und sein Team. "Stopp Kriminalität & Gewalt" ist ebenfalls auf Plakaten zu lesen.

"St. Pölten nachhaltig gestalten" wollen die Grünen. "Was man liebt, betoniert man nicht", lässt Spitzenkandidatin Christina Engel-Unterberger wissen. "St. Pölten kann mehr", sind die NEOS überzeugt. "Mehr Zukunft für die Stadt" ist Nikolaus Formanek und seinen Mitstreiterinnen bzw. Mitstreitern ein Anliegen. (apa)